[*] 137.
Allgemeine Bemerkung.
Eine nicht geringe Anzahl von Substantiven hat bei
gleicher Bedeutung verschiedene Formen und Flexionen.
Dieser Formen-
und
Flexionswechsel beruht auf verschiedener Formation des Wortes entweder nach einer
oder nach zwei Deklinationen,
und zwar entweder mit Gleichheit oder mit
Verschiedenheit des Geschlechts,
und erstreckt sich teils nur auf einzelne oder auf
sä
mtliche Kasus entweder nur eines oder aller Numeri.
In der Regel aber ist
nur eine von beiden Formen die gebrä
uchlichere bei den Klassikern geworden,
wä
hrend die andere einzelnen Mundarten angehö
rt oder von der
Dichtersprache des Wohllautes oder des Metrums oder der Mannigfaltigkeit wegen
benutzt oder nur von einzelnen Schriftstellern angewendet worden ist.
Von vielen
Wö
rtern blieb nur Eine Form im gewö
hnlichen Gebrauche,
und die
Nebenformen erhielten sich nur in einzelnen Kasusformen,
und zwar oft so,
dass sie
einander ergä
nzten.
Die mehrformigen
Substantive werden Abundantia genannt.
Sä
mtliche Abundantia zerfallen in
drei Klassen:
a)
Abundantia im engeren Sinne,
b)
Heteroklita,
c)
Metaplasta.
(Smyth 281)
[*] 138.
I. Abundantia.
Abundantia im engeren Sinne sind Substantive,
von denen
schon im Nominative,
oft aber nur im Nom.
Plur.,
und durch alle oder mehrere Kasus
doppelte Formen vorhanden sind.
A.
In derselben Deklination,
und zwar a)
mit gleichem Geschlechte,
α)
in der ersten Deklination
allein:
Die epische und nach ihrem Vorgange ü
berhaupt die
poetische Sprache gebraucht in der I.
Dekl.
bei vielen Wö
rtern vollere und
wohltö
nendere Formen,
wä
hrend die Prosa kü
rzere
anzuwenden oder die lä
ngeren zu verkü
rzen und zusammenzuziehen
pflegt,
als Ἀθηναίη und Ἀθήνη,
beides bei Hom.,
Ἀθηναία
Aesch.
Eum. 288. 299. 614
und Ἀθάνα Eum. 235
u.
s.,
so immer Soph.,
ausser Ph. 134
Ἀθηνᾶ (
aber nach Eustath.
ist auch hier Αθάνα hergestellt);
auch Eur.
Ἀθάνα,
Aristoph.
Ἀθηναία u.
lyr.
Ἀθάνα (
Ἀθηναίη Eq. 763;
Ἀθηνᾶ Pax 218,
s.
Speck,
Arist.
dial.
p. 17);
Prosa Ἀθηνᾶ aus
Ἀθηνα(
ι)
α (
Ἀθηναία
Dem. 22.72 in e.
cit.
Inschr.); ü
ber die att.
Inschriften (
Ἀθηναία
Ἀθηνάα Ἀθηνᾶ)
s. § 105, 3; ä
ol.
Ἀθανα?́α Theokr. 28, 1;
dor.
bei Pind.
Ἀθάνα, Ἀθαναία;
neuion.
Ἀθηναίη; ἀναγκαίη (
eigentl.
Adj.,
sc.
τύχη)
und ἀνάγκη,
beides bei Hom.
und
Her. (
nicht Hippokr.,
s.
L.
I, 485);
Σελαναία
dor.,
Σεληναίη (
Ar.
Nub. 614),
σεληναίη ion. (
alle diese
Formen poet.),
gewö
hnl.
Σ.
und σελάνα dor.,
Σ.
und
σελάννα ä
ol.,
Σ.
und σελήνη Hom.,
Herod.
und att.;
γαληναίη spä
tere Dichter und γαλήνη; Περσεφόνεια von Hom.
an poet.,
Περσεφόνη erst Hes.
Th. 913
h.
Cer. 56;
Πηνελόπεια Hom.,
Πηνελόπη sp.;
Ψαμάθεια Pind.
N. 5,
13,
Ψαμάθη; γαῖα seit Hom.
poet.,
gewö
hnl.
γῆ; εὐναία,
Ankerstein,
Apollon.
Rh., =
εὐνή Hom.,
εὐναίας (
st.
εὐνάς)
καρφηρὰς θήσων τέκνοις Eur.
Ion. 172 (
wo aber Lobeck,
Paral.
p. 311
nach Hesych.
εὐν. καρφυράς [
Subst.]
lesen will),
u.
a.
Die Endung αιᾶ ist grossenteils
eigentlich das Fem.
von Adj.
auf αιος.
1)
β)
in der zweiten Deklination
allein:
ὁ λαγώς,
Hase,
att.,
λαγωός Hom.
und spä
t.
Pros. (
s.
Lobeck
ad Phryn.
p. 187),
λαγός neuion.,
so stets bei
Herod.
n.
Bredov.
dial.
Her.,
p. 169,
desgl.
dor.
bei Epicharm.,
doch auch attisch
bei Alexis 123
K. (
s.
Bergk reliq.
comoed.
Att.
p. 420),
λαγοί Soph. (
fr. 113)
nach Athen. 9, 400,
b und c,
vgl.
Ellendt,
Lex.
Soph.;
in der κοινή ebenfalls λαγός,
Ath.
IX, 400,
a;
ὁ λᾶός,
Volk,
bei den Epikern und Lyr.,
z.
B.
Pind.
O. 9, 66.
P. 8, 54,
λεώς Orph.
Arg. 757,
λεών
Herod. 1, 22. 2, 129,
λαῷ 2, 124 (
codd.
meist
ἄλλῳ),
λαόν 4, 148.
ληόν 5, 42
nach den besten Hdsch,
wie auch Hipponax 88,
vgl.
Eustath.
ad Od.
β, 242;
bei den Trag.
und Aristoph.
ist das
als attisch anzusehende λεώς weit hä
ufiger
als λαός;
in der guten Prosa ist das Wort
hö
chst selten,
bei Xenoph.
kommt es gar nicht vor,
Plato gebraucht die Form
λεώς,
wie Legg. 4. 707,
e;
in der κοινή λαός; ὁ ὀρφώς,
ein Meerfisch,
Ar. Vesp. 493 und in der neueren Komö
die,
s.
Athen. 7, 315,
Bergk l.
d.,
in anderen Dial.
und poet.
ὀρφός Pamphil.,
Numen.
bei Athen.
l.
d.;
ὁ
κάλως,
das Tau,
attisch (
doch vgl. § 114,
Anm. 6),
κάλος alt-
und neuion.,
Od.
e, 260 κάλους,
Her. 2, 28
κάλον. 36 κάλους. 96 κάλῳ. (
Nbf.
nach der III.
Dekl.
Apoll.
Rh. 2, 725
κάλωες, 1, 566. 1277 κάλωας;
ebenso Orph.
Arg. 626. 257
und κάλωσι 241;
vgl.
jungatt.
οἱ κάλως § 114,
A. 1);
ὁ νηός,
Tempel,
alt-
und neuion.,
νᾶϝός, νᾶός dor.,
νεώς
Aesch.
P. 810 u.
Thuc.,
nur ναός
Soph.
Eur. (
auch Aristoph.
Nub. 306
an einer lyr.
St.,
Lys. 775
Orakel);
Xen.
beide
Formen,
so z.
B.
νεώς
X.
A. 5.3.8.
ναός §
9. 12. 13.
Hell. 6. 4, 2
ναόν, οἱ νεῴ
§ 7. (
S.
Kü
hners Anm.
ad Anab. 5. 3, 9.)
Die att.
Inschr.
guter Zeit νεώς, § 114,
A. 6;
doch
ναούς Hyperid.
Epitaph.
c. 8 (9), 20 (
νεώς Sauppe);
so auch Plat.
Rp.
III, 394
A;
Leg.
V, 738
C;
VII, 814
B (
sonst νεώς).
γ)
in der dritten Deklination
allein:
2)
Γοργώ, ἡ,
G.
οῦς Il.
θ, 349
u.
s. (
Zenod.
Γοργόνος,
s.
Spitzner,
Γοργόος Nauck),
Hes.
Sc. 224,
Herod. 2, 91;
und [
Γοργών]:
Γοργόνες Hes.
ib. 230 (
aber Akk.
Γοργούς Hes.
Th. 274,
vgl.
unten εἰκούς);
Γοργόνες
Aesch.
Pr. 799,
Γοργόνων Choeph.
1048,
Γοργόνας Eum. 48;
bei Eurip.
Γοργοῦς, Γοργώ und Γοργόνος,
Γοργόνα,
s.
Valck.
ad Ph. 459,
b.
Pind.
Γοργόνος, Γοργόνα, Γοργόνων; Γοργόνας Xen.
Symp. 4, 25
Γοργόνων
P.
Phaedr. 229d (
Apoll.
Rh.
Γοργόνος,
δ, 1515;
offenbar las auch er bei Homer wie Zenodot,
Rzach,
Gramm.
Stud.
z.
Ap.
Rh. 83.) — Ä
hnlich stehen nebeneinander Σαρδώ, Σαρδών,
Hdn.
I, 25. 348,
G.
Σαρδοῦς, Σαρδόνος;
3)
ferner Πυθώ Πυθοῦς und
(
Πυθών)
-ῶνος
(
beides schon Hom.
Pind.).
Hieran schliessen sich
einige Subst.
auf ων, ων-ος oder ον-ος,
welche in einzelnen Kasus in die Flexion derer auf
ώ,
G.
οῦς
ü
berspringen:
γλήχων,
ή,
alt-
und neuion.,
γλάχων,
bö
ot.
und dor.,
βλήχων,
att.,
G.
γλήχων-ος,
D.
γλήχων-ι,
h.
Cer. 209,
γλάχων̓ d.
Bö
oter Ar. Ach. 861,
γλήχωνα oft bei Hippokr.;
wie v.
γληχώ:
G.
γληχοῦς (
v.
l.
in θ
γλήχωνος)
Hippokr.
VII, 160
L.
zweimal,
D.
βληχοῖ Theophr.
h.
pl. 9. 16, 1,
Akk.
βληχώ Aristophon b.
Ath. 2. 63,
a (
II, 282
Kock).
Ar.
Lys. 89.
γληχω v.
l.
in
θ Hippokr.
VI, 248
fü
r γλήχωνα; γλαχώ d.
Bö
oter Ach. 874 [
falsche Betonung βλήχω, γλάχω].
4.).
ἀηδών, ἡ,
Nachtigall (
auch ἀῃδών geschr.,
Lentz,
Hdn.
I, 25
f.
adn.),
G.
ἀηδόνος u.
s.
w.;
wie v.
ἀηδώ (
s.
d.
Schol.
ad Soph.
Ai. 629):
G.
ἀηδοῦς Soph.
Ai. 629
im Ch. (
aber ἀηδόν-ος
Aesch.
Ag. 1146.
Suppl. 60),
V.
ἀηδοῖ
Ar.
Av. 679 lyr.
St.
χελιδών, ἡ,
Schwalbe,
G.
χελιδόν-ος u.
s.
w.;
V.
χελιδοῖ
Simon.
fr. 74.
Ar.
Av. 1411 lyr.,
Anakr.
fr. 67 (
ὦ
χελιδόν Anacreontea 9 [
vgl. 25],
doch Stephan.
nach der Regel χελιδών, § 118, 5
a)
S. 414).
εἰκών, ἡ,
Bild,
G.
εἰκόν-ος u.
s.
w.;
G.
εἰκοῦς
Eur.
Hel. 77,
A.
εἰκώ
Aesch.
S. 559.
Herod. 7, 69 (
aber εἰκόνα 2, 143).
Plat.
Tim. 37,
d,
A.
Pl.
εἰκούς (
vgl.
μείζους)
Eur.
Troad. 1178.
Ar.
Nub. 559.
Ferner:
Χοῦς, ὁ,
ein Mass,
a)
nach
βοῦς (§ 128):
N.
χοῦς Menand.
fr.
p. 73
Mein. (212
K.),
G.
χο-ός
Ar. Th. 347,
D.
χο-ΐ Demosth.
Prooem. 1459
extr. (
τῇ
χοΐ Philem.
Techn. § 291,
Kanne,
so ἐν
χοί̂ χρυσῇ
Kü
hners ausfü
hrl.
Griech.
Grammatik.
I.
T.
Anaxandrid.
fr. 41, 13
K.),
A.
χοῦν bei Spä
t. (
Hdn.
I, 416.
II, 658. 706,
als seltener st.
χόα),
argiv.
χῶν
Ath. 365,
d,
Pl.
N.
χόες Pl.
Theaet. 173
d,
att.
Inschr. (
Meisterhans 109^{2});
kontr.
χοῦς Anth. 5,
583,
χοῶν bei Spä
t.,
τοῖς Χουσί
Ar.
Ach. 1211,
Akk.
χοῦς tab.
Heracl.
I, 103; —
b)
wie von χοεύς,
das
aber nur neuion.
war (
es wird aus Hippokr.
Epidem. 7, 9
angefü
hrt)
und
welches ausserdem nur Pollux 4, 169
gebraucht und Eustath. 279, 33
wegen der Dekl.
als Nom.
setzt,
also nach ἁλιεύς (§ 128):
G.
χοέως Sext.
Emp.
p. 454, 10
ed.
B.
Galen.
de
comp.
med.
p.
loc. 6.
T. 12.
p. 932,
5)
att.
kontr.
χοῶς
Ar. Pac. 537.
Thesm. 347,
D.
χοέϊ (
besser χοεῖ)
Hippokr.
VI,
p. 78
L.,
χοεῖ nach θ (
v.
l.
χοΐ, χωΐ)
VII, 158,
A.
χοέα id.
II, 158
L.,
VII, 156. 158,
att.
kontr.
χοᾶ (
falsche Beton.
χόα)
Ar.
Eq. 95.
Menand.
b.
Hdn.
II, 706 (915
K.).
Eubul.
b.
Athen.
11.
p. 473,
e (80
K.) [
τὸν χόαν e.
ganz
spä
te Nbf.
6)],
D.
χοεῦσι Aristot.
de gen.
et int.
1, 10
p. 328,
a, 27 (
ein cod.
χοῦσιν d.
i.
χουσίν),
A.
χοέας Anth.
append. 19, 1,
kontr.
χοεῖς Kallixen.
Athen. 5
p.
200,
a,
att.
χοᾶς
Ar. Nub. 1238.
Eccl. 44.
Ach. 1000. Pl.
Hipp.
M. 288,
d.
Dem. 43,
§ 8,
τοὺς Χοᾶς
Ar.
Ach. 961.
1076. Dem.
39, § 16 (
falsche Betonung χόας,
nach
Schol.
Ar.
Ach. 961 u.
Ammon.
p. 148,
wo fü
r den Namen des
Festes τοὺς Χόας vorgeschrieben wird;
aber Ach.
961
εἰς τοὺς Χοᾶς αὐτῷ,
Dem. 39.16
τοὺς Χοᾶς ἄγων [
mit Χόα^ς wä
ren drei Kü
rzen]).
In der Bedeutung von
aufgeworfener Erde geht ὁ (
b.
Spä
t.
wie
Strab.
auch ἡ)
χοῦς fast nur nach βοῦς:
χοῦς,
G.
χοός (
χόου Corp.
Inscr.
n. 1838 =
D.-
I. 3195),
D.
χοΐ,
A.
χοῦν, τὸγ χοῦν
att.
Inschr.
Meisterhans a.
a.
O.
7)
Ü
ber die
vielfach neben einander bestehenden Nomina actoris auf τήρ und τωρ (
ῥητήρ —
ῥήτωρ)
s.
Rutherford,
Phryn. 58
f.; ü
ber att.
φράτηρ
ερος dor.
φρατήρ έρος,
vulgä
r
(
u.
oft missbrä
uchlich in attischen Texten)
φράτωρ
ορος Hdn.
I, 47. 49;
Meisterhans,
Gr.
d.
att.
Inschr 103^{2}.
—
Fernere Metaplasmen innerhalb der III.
Deklination:
Il.
s, 423 Αἰθιοπῆας wie v.
Αἰθιοπεύς,
sonst Αἰθίοπ-ες, ων, εσσι, ας;
Hes.
Op. 356
δὼς
ἀγαθή,
gwhnl.
ἡ δόσις;
Eur.
Suppl. 762.
Ion 94,
Ion Chius b.
Ath.
XI, 463,
b θέραπες st.
θεράποντες
(
A.
S.
θέραπα Anth.
Plan. 306);
μάστιξ, μάστιγ-ι, μάστιγ-α, μάστιγ-ας u.
v.
ΜΑΣΤΙΣ D.
μάστῖ Il.
y, 500, μάστιν
Od.
o, 182; ΣΤΑΞ,
ἡ,
Tropfen,
Pl.
στάγ-ες Apoll.
Rh. 4,
626
u. 1516,
gewö
hnl.
ἡ στα^γών, όν-ος.
Aeolisch ὀφρύγων Theokr. 30, 7
n.
Ahrens (
Progr.
Hann. 1883,
S. 15,
der die tanagrä
ische Glosse κολόφρυξ [
Korinna] im Et.
M.
heranzieht,
v.
e.
Hahn,
κολ-όφρ.),
also von ὄφρυξ st.
ὀφρῦς;
vgl.
γένυξ (=
πέλεκυς Hesych.)
st.
γένυς,
Meister,
Dial.
I, 152. Ü
ber
ὄαρ (
ὦρ)
Gattin,
u.
die Il.
e, 486.
ι, 327
als Varianten hervortretenden Nebenformen ὀρέεσσιν, ὠρέων, ὀρέων vgl.
Ahrens,
Philol.
XXVII, 264
ff.
b)
mit verschiedenem Geschlechte
(
Heterogenea),
α)
in der ersten Deklination
allein:
ἡ τιάρα,
Turban;
ὁ τιάρας Her. 1, 132 (
ubi v.
Baehr), 3, 12. 7, 61. 8, 120
(
τιήρῃ).
β)
in der zweiten Deklination
allein:
ὁ νῶτος,
Rü
cken,
in der klass.
Sprache hö
chst selten,
Xen.
r.
eq. 3, 3
ἐπὶ τὸν νῶτον (
citiert Hdn.
I, 215;
auch b.
Ephoros,
das.);
aber
ö
fter b.
d.
Spä
teren;
8)
τὸ νῶτον
allgemein gebr.
u.
im Pl.
immer τὰ νῶτα;
ὁ ὄνειρος,
Traum,
ου u.
s.
w.
v.
Homer an allgemein
gebrä
uchlich;
τὸ ὄνειρον,
Od.
δ, 841,
Herodot (
doch auch ὄνειρος 7, 16)
und att.
Dicht.;
daneben wie v.
e.
Nom.
τὸ ὄνειραρ G.
ὀνείρατ-ος ö
fter b.
Plat.,
D.
ὀνείρατι
Aesch.
Ch. 531.
Chares b.
Athen. 13. 575,
a,
ὀνείρατα Od.
u,
87, ὀνειράτων
Hdt. 1.120,
att.
Dichter u.
Pros.
ὀνείρασι,
z.
B.
Xen.
Hipparch. 9, 9;
dazu
τὸ ὄναρ,
das v.
Hom.
an allgemein,
aber nur im
Nom.
u.
Akk.,
gebrä
uchlich ist. (
Ὄνειαρ
Callim.
Epigr. 48;
A.
Pal. 7, 42;
vgl.
Meineke,
Callim.
p. 288.)
ὁ ζυγός,
Joch,
Wagebalken,
Wage,
selten,
h.
Cer. 217,
τὸν ζυγόν Pl.
Tim. 63,
b;
τὸ ζυγόν,
von Homer an,
z.
B.
Il.
ω, 268
f.,
9)
allgemein gebr.,
Plur.
stets
τὰ ζυγά;
οἱ θεμέλιοι (
scil.
λίθοι,
Ar.
Av. 1137,
doch war die Ellipse verdunkelt,
s.
Thuc. 1.93),
Grundlage,
gut pros.;
auch Sg.
ὁ θεμέλιος,
Macho com.
Ath. 8, 346,
a u.
Sp.;
τὰ θεμείλια poet.
seit Hom. (
θεμήλια kret.,
Mitt.
d.
arch.
Inst. 1886, 181),
τὰ θεμέλια spä
tere Pros. (
von Moeris mit Sing.
θεμέλιον als attisch bezeichnet).
ὁ δεσμός,
Fessel,
οἱ δεσμοί v.
Homer an gebr.,
hä
ufiger aber
τὰ δεσμά,
schon h.
Ap.
Del. 129 (
wenn nicht
δέσματ̓ zu lesen,
wie Od.
α, 204
u.
s.),
h.
Bacch. 13,
auch in Prosa,
z.
B.
Her. 6, 91;
Plato
gebraucht beide Formen:
δεσμούς Kriton 46,
c.
civ
2, 378,
d (
Anm. 1).
τὰ δεσμά Euthyphr. 9,
a;
ebenso die att.
Inschr.,
Meisterhans 112^{2}.
Siehe ü
ber Vorkommen und
Unterschied Rutherford,
Phryn. 353
f.,
unten Anm. 1.
Σύνδεσμα Eurip.
Med. 1193.
Hipp. 199.
Bacch. 696.
ὁ λύχνος,
Lampe,
Pl.
τὰ λύχνα poet.
u.
pros.;
λύχνους Arrian.
Ep. 2, 17.
ὁ ῥύπος,
Schmutz,
Pl.
ῥύπα Od.
z, 93, τοὺς ῥύπους (
d.
Siegelwachs)
Ar. Lys. 1200.
ὁ σῖτος,
Getreide,
Pl.
τὰ σῖτα.
τὸ στάδιον,
Stadium,
Pl.
οἱ
στάδιοι u.
τὰ στάδια gleich gebr.
(
στάδιοι att.
Epigr. 4.
Jhdt. 1043
Kaibel;
auch
Thucyd.
Mask.
bis auf eine Stelle, 7, 78, 5,
Phot.
v.
στάδια).
ὁ
σταθμός,
Standort,
Pl.
οἱ σταθμοί u.
τὰ σταθμά,
beide gleich gbr.,
aber σταθμόν σταθμά Gewicht,
Riemann,
Revue de philol.
IX, 69
(
att.
Inschr.
auch Sing.).
Mehr Beispiele dieses
Formenwechsels bieten die Dichter und Mundarten,
als:
ὁ
δρυμός,
Waldung,
τὰ δρυμά,
poet.
u.
spä
t.
pros. (
die Grammatiker wollten z.
T.
δρύμα,
Et.
Magn.
b.
Reitzenstein,
Ind.
lect.
Rost. 1890/1
p. 9),
ὁ θεσμός,
Satzung,
Pl.
οἱ
θεσμοί u.
τὰ θεσμά Soph.
fr. 81
Dind.,
ὁ ἰός poet.,
Pfeil,
Pl.
οἱ ἰοί Hom.
u.
A.,
τὰ
ἰά nur Il.
u, 68;
ὁ θύρσος,
Thyrsus,
τὰ θύρσα b.
spä
t.
Dicht.;
ἡ κέλευθος poet.,
Weg,
Pl.
αἱ κέλευθοι u.
τὰ
κέλευθα, ὁ κύκλος,
Kreis,
Pl.
οἱ
κύκλοι Il.
υ, 280
u.
pros.,
τὰ κύκλα (
Rä
der)
Homer (
spä
te Dichter
auch κύκλα σελήνης u.
dgl.),
ἡ ῥινός,
Haut,
Hom.,
Hesiod.
u.
A.,
τὸ
ῥινόν Od.
ε, 281 (?),
ῥινά Anth.
P. 9, 328;
ὁ
ταρσός,
Darre,
Horde,
Fusssohle,
τὰ
ταρσά Anacreont. 9 (12), 3,
Opp.
Cyn. 1, 409;
ὁ
Τάρταρος,
Tartarus,
τὰ Τάρταρα,
Tartara;
ὁ βόστρυχος,
Locke,
τὰ βόστρυχα Anth.;
ὁ δάκτυλος,
Finger,
τὰ δάκτυλα Theokr. 19, 3
u.
A.;
ὁ δίφρος,
Wagen,
τὰ
δίφρα Callim.
Dian. 135,
Nonn.;
ὁ
ἔπαυλος,
Stall,
Akk.
Pl.
ἐπαύλους Od.
y, 358, τὰ
ἔπαυλα Soph.;
ὁ κλοιός,
Fessel,
τὰ κλοιά Sp.;
ὁ
μυχός,
der innerste Raum,
τὰ μυχά
Callim.
Del. 142
u.
A.;
ὁ πέλανος,
Opferkuchen,
τὰ πέλανα b.
Hesych.,
ὁ
τράχηλος,
Hals,
τὰ τράχηλα Callim.
fr. 98,
ὁ ὕπερος,
Mö
rserkeule,
sp.
τὸ ὕπερον (
Polyb.),
ὁ
φιμός,
Maulkorb,
τὰ φιμά Anth. 6,
312,
ὁ χαλινός,
Zaum,
τὰ
χαλινά spä
t.
Dicht. (
Ap.
Rhod. 4, 1607)
u.
Pros.
10)
Anmerk. 1.
Buttmann ausf.
Sprachl. §
56,
Anm. 12,
bemerkt richtig,
dass meistens eine Verschiedenheit des Gebrauchs
zwischen der neutralen und der maskulinischen Form des Plur.
stattfinde,
wie z.
B.
zwischen Wö
rter und Worte,
Bä
nder und Bande,
Lä
nder und
Lande.
Die Formen:
Worte,
Bande,
Lande entsprechen insofern den neutralen
Pluralformen,
als durch diese gemeiniglich der Begriff eines Ganzen,
eine
Gesamtheit,
eine Einheit ausgedrü
ckt wird,
als:
ὑγρά κέλευθα.
Bei den Stoffnamen,
wie z.
B.
τὰ σῖτα,
wird durch die neutrale Pluralform die zu einer Einheit
verbundene Menge unzä
hliger Teilchen besonders hervorgehoben,
wä
hrend die Singularform nur die Einheit,
nicht die Menge,
bezeichnet.
Ü
ber δεσμά und δεσμοί Cobet,
Mnem. 7, 74:
δεσμά sunt
vincula quibus quis constringitur,
sed δεσμός est
in carcerem coniectio et captivitas in vinclis;
also Plat.
Civ. 2, 378,
d Ἥρας δεσμοὺς ὑπὸ υἱεός καὶ Ἡφαίστου ῥίψεις ὑπὸ
πατρός konnte schlechterdings nicht δεσμά stehen,
ebensowenig Crit. 46,
c δεσμοὺς
καὶ θανάτους καὶ χρημάτων ἀφαιρέσεις.
γ)
in der dritten Deklination
allein:
ἡ πληθύς,
ep.
Nbf.
zu
τὸ πλῆθος,
Hom.
Il.
b, 278. o, 305,
πληθύος, πληθυῖ, πληθύν;
in Prosa erst bei den Spä
t.;
von
τὸ πλῆθος hat Hom.
den Dativ,
Il.
r, 330. ψ, 639. (
Dial.
auch Nbf.
ἁ πλήθα,
lokr.
Inschr.
D.-
I. 1478,
Z. 39
f.)
Ἄορ, ορος,
Schwert,
Neutr.,
Homer;
daneben Od.
r,
222 ἄορας Akk.
pl.,
wie von ὁ
ἄωρ.
Zu ἐέλδωρ,
Wunsch,
bildete Ibykos den Akk.
gen.
femin.
ἐέλδω (
ἐελδώ),
frg. 19
Bgk.
b.
Hdn.
II, 938,
nach der Emendation von Schneidewin und Lehrs (
cod.
ἐέλδωρ),
vgl.
Mucke de Stesich.
Ibyc.
dial. 55
f.
B.
In verschiedenen Deklinationen,
und zwar in der Regel auch mit verschiedenem Geschlechte (
Heterogenea),
a)
in der ersten und zweiten Deklination:
11)
ἡ ἀγορά,
Versammlung;
ὁ ἄγορος,
selten und nur poet.
ἡ ἀμυγδάλη,
Mandel,
τὸ ἀμύγδαλον,
beides att.,
s.
Pierson ad Moer.
p. 9
sq.
ἡ αἴνη,
Lob,
bei
Herodot,
ὁ αἶνος poet.
seit Homer,
ὁ ἔπαινος allgemein.
ἡ ἀρχαιρεσία,
Obrigkeitswahl,
meistens d.
Pl.,
τὸ ἀρχαιρέσιον b.
d.
Spä
t.
S.
Piers.
l.
d.
p.
11
ἡ (
auch ὁ,
Hippon.)
ἄσβολος,
Russ,
ἡ ἀσβόλη b.
d.
Spä
t.
S.
Sallier ad
Moer.
p. 11.
Lobeck ad Phryn.
p. 113.
ὁ ἆδολέσχης,
Schwä
tzer,
ὁ
ἆδόλεσχος Spä
t. (
schl.
Lesart b.
Aristot.
E.
N.
p. 1117
b,
35).
S.
Sallier ad Moer.
p. 27.
ἡ
βιοτή,
Leben,
b.
Hom.
nur Od.
δ, 565,
b.
Hesiod gar nicht,
spä
ter aber poet. (
bei d.
Trag.
u.
Aristoph.
nur im
Chore oder in lyr.
Stellen)
u.
pros. (
Xenoph.);
ὁ
βίοτος seit Hom.
in der Poesie,
aber nicht pros.;
allein steht βιότητα h.
Mart. 10,
wie v.
βιότης,
ητ-ος.
ἡ
δρεπάνη,
Sichel,
hä
ufiger τὸ
δρέπανον poet.
u.
pros.,
doch δρεπάνη
nach Moeris die att.
Form.
ἡ
δυσεντερία,
Ruhr,
τὸ δυσεντέριον b.
d.
Spä
t.
Piers.
ad Moer.
p. 129.
Lob.
ad Phryn.
p. 518.
ἡ ἑσπέρα,
Abend,
att.,
ὁ ἕσπερος Hom.
ἡ ἠχή,
Schall,
att.,
ὁ
ἦχος b.
d.
Spä
t.,
s.
Piers.
ad Moer.
p. 175
sq.;
ἡ ἠχώ,
G.
οῦς in der
Bedeutung Schall nur poet.
ἡ
κακκάβη,
Kochtopf,
att.,
dafü
r in der κοινή ὁ κάκκαβος.
S.
Phot.;
Eust.
p. 1390.
Piers.
l.
d.
p. 206.
Lob.
l.
d.
p. 427
sq.
ἡ κόγχη,
Muschel,
daneben ἡ κόγχος,
Polyb. (
ὁ κόγχος Athen. 4, 159
f.
v.
e.
Speise der Armen,
doch
Timon Phlias.
das. 160,
a auch in dieser Bedeutung ἡ;
die Muschel ὁ κ.
Inschr.
Delos
Dittenb. 367,
Z. 179,
vgl.
Callim.
Epigr. 5
M.).
ἡ κοίτη,
Lager,
Bett,
b.
Hom.
nur Od.
τ, 341;
nachher aber allgemein gebr.;
ὁ κοῖτος,
das Schlafengehen,
die Nachtruhe
(
Ebeling,
Lex.
H.)
oft b.
Hom.;
auch Herodot gebraucht beide Formen und in derselben
Verschiedenheit d.
Bedeutung:
κοίτη,
Lager,
Bett,
1, 10. 2, 95
u.
s.,
ὥρη τῆς κοίτης,
Zeit zu
Bette zu gehen, 1, 10. 5, 20;
κοῖτος,
Schlaf, 7,
17;
παρέσται ἡ γυνὴ ἡ ἐμὴ ἐς κοῖτον 1, 9
ad
dormiendum.
12)
ἡ μύλη,
Mü
hle,
ὁ μύλος bei Spä
t.
Moer.
p. 256.
ἡ πλάνη,
d.
Irren,
poet.
u.
pros.,
ὁ πλάνος fast nur poet.
S.
Pierson ad
Moer.
p. 315.
ἡ ὀροφή und
ὁ ὄροφος,
Zimmerdecke,
beide gleich gut.
ἡ παταγή,
das Klappern,
seltene und spä
te Nbf.
v.
ὁ πάταγος.
ἡ πέτρ<*>,
Fels,
ὁ πέτρος,
Felsblock,
Stein,
b.
Hom.
geschieden,
nachmals auch vermischt.
ἡ ποθή,
Verlangen,
poet.
Nbf.
v.
ὁ
πόθος.
Vgl.
Spitzner ad Il.
ξ, 368. ρ,
439.
ἡ πλευρά,
gewö
hnl.
αἱ πλευραί,
Seite(
n),
Rippen,
τὸ πλευρόν,
gewö
hnl.
τὰ πλευρά,
poet.
u.
spä
tpros.
Nbf. (
τὸ πλεῦρος erwä
hnt Hdn.
I, 193).
ἡ σαύρα,
die Eidechse;
daf.
auch
σαῦρος (
Hdt. 4.183 zw.
Lesart;
ἡ
σαῦρος Theokr.,
ὁ ς.
ein Fisch Athen. 7,
322
c).
ἡ στεφάνη,
Kranz,
Helmrand u.
s.
w.,
Hom.
u.
A.,
und ὁ στέφανος,
Kranz,
att.
Herodot (
der aber στεφάνη 8, 118);
metaphor.
auch Hom.
Il.
ν, 736.
ἡ τάφρη,
Graben,
Hdt. 4.201 (
nach R auch 4, 28),
u.
ἡ τάφρος Hom.
u.
s.
w.
ἡ φονή,
nur im Plur.,
Mord,
meist poet.,
aber auch Her.
9, 76;
gewö
hnl.
ὁ φόνος.
ἡ φθογγή,
Stimme,
poet.
und
spä
tpros.
Nbf.
v.
ὁ φθόγγος.
ἡ χώρα,
Raum,
ὁ χῶρος mehr poet.
als pros.
ἡ ψάμμη,
Sand,
Herodot 4, 181 (
ψάμμης,
v.
l.
-ος, ψάμμου Dind.),
sonst ἡ ψάμμος.
ἡ ψύλλα,
Floh,
ὁ ψύλλος
nach Phryn.
barbarisch,
nach den Schol.
ad Ar.
Plut. 537 dorisch,
so Epicharm.
b.
Suid.,
Galen und andere
Spä
tere,
s.
Lobeck ad Phryn.
p. 332
sq. (ü
ber Aristoteles s.
Bonitz,
Index,
p. 863).
Die Komposita auf -άρχης sind dialektische und spä
tere Nbf.
derer
auf -αρχος (
so immer bei Thuc.
ausser Βοιωτάρχης, 5, 37. 38,
u.
ἐνωμοτάρχης 5, 66, 3,
wo -οις mit L.
Dindorf auch Stahl,
Qu.
gramm.
p. 14),
als:
ταξιάρχης,
τριηράρχης st.
ταξίαρχος (
dies auch
bei Xenoph.
durchweg herzustellen,
s.
Dindorf,
Steph.
Thes.
VII, 1815),
τριήραρχος (
τριήραρχος
auch Polyb.
Diod.,
s.
Dindorf Steph.);
γυμνασιάρχης,
gefä
lschtes Gesetz b.
Aesch. 1, 12
u.
Sp.
st.
γυμνασίαρχος;
Herodot13)
aber hat viele auf -άρχης,
als:
νομάρχης 2, 177. 4,
66. Βοιωτάρχης 9, 15 (
b.
Xen.
-αρχος),
δεκάρχης (
Xen.
δεκάδαρχος),
ἑκατοντάρχης (
Xen.
-αρχος),
μυριάρχης (
Xen.
-αρχος),
χιλιάρχης (
Xen.
-αρχος) 7,
81, (
ταξίαρχοι v.
l.
-αι 8,
67. ταξιάρχους 9, 42. -χων v.
l.
-χέων
7, 99. 9, 53),
στρατάρχης 3, 157;
die Trag.
gebrauchen beide Formen,
als:
μόναρχος und πολίαρχος immer,
τύξαρχος
A.
Pers. 556 (
v.
l.
-χης),
aber ταξιάρχας, στρατάρχας, ἑκατοντάρχας Aesch.
fr. 181,
δισσάρχας S.
Ai. 389.
Eine att.
Inschr. 324
v.
Chr.
hat μεράρχαι;
sonst bieten die att.
Inschr.
vor der Kaiserzeit nur die Formen auf -αρχος,
Meisterhans 97^{2}
f.
14)
b)
in der ersten und dritten Deklination:
15)
ἡ ἄνθη,
Blume,
Plat.
Phaedr. 230,
b u.
A.,
τὸ ἄνθος, ους,
allgemein
gebrä
uchlich.
ἡ
ἅρπαξ,
Raub,
Hesiod.
Op. 356
im Gegensatz zu δώς;
gew.
ἡ ἁρπαγή.
ἡ βλάβη,
Schaden,
τὸ βλάβος,
beide gleich gut,
letzteres aber seltener und
im Attischen besonders in der Gesetzessprache haftend (
Dem. 21, 43
βλάβη und βλάβος offenbar
in verschiedenem Sinne:
βλάβος mehr konkret der
gemachte Schaden,
βλάβη die Schä
digung;
vgl.
auch Ar.
Ran. 1151).
Moeris bezeichnet βλάβος im Gegensatz zu βλάβη als
attisch,
weil jenes den Spä
teren abhanden gekommen war.
ἡ γνώμη,
Meinung,
τὸ γνῶμα, ατ-ος in derselben Bedeutung eine seltene und
nur poet.
Nbf.,
z.
B.
Aesch.
Ag. 1352.
ἡ
δαίς,
Schmaus,
v.
Hom.
an poetisch;
G.
δαιτός u.
s.
w.
ohne Dat.
Pl.;
seltenere Nbfn.
G.
δαίτης,
A.
δαίτην,
Pl.
D.
δαίτῃσι Il.
κ, 217;
G.
δαιτύος Il.
χ,
496
wie von δαιτύς.
ἡ δίψα und τὸ
δίψος,
Durst,
beide gleich gut,
dieses der spä
teren Sprache
abhanden gekommen.
ἡ
ἑλίκη,
Windung,
gewö
hnlicher ἡ
ἕλιξ.
ἡ λαίφη,
schlechtes Kleid,
spä
t.
Nbf.
b.
Callim.
fr. 245
v.
τὸ λαῖφος,
welches schon bei Hom. ü
blich.
ἡ νάκη,
Vliess,
Hom.,
hä
ufiger τὸ νάκος,
auch in der Prosa.
ἡ νάπη u.
τὸ νάπος,
beide gleich gut,
aber jenes ä
lter
(
schon b.
Hom.).
Vgl.
Spitzner ad Il.
π, 300.
ἡ πάθη,
Erleidung,
seltenere,
meist poet.
Nbf.
von τὸ πάθος (
Hippokr.
VI, 382
f.
neben einander τοῦ πάθεος und τῆς πάθης).
ἡ πλάδη,
Nä
sse,
Empedocl.,
τὸ
πλάδος,
Hippokr.
und andere Ä
rzte.
ἡ σκάφη,
Nachen u.
s.
w.,
und τὸ σκάφος,
Schiffsbauch,
Schiff,
beide gut,
aber in der Bedeutung nicht gleich.
ἡ
σκέπη,
Decke,
und poet.
τὸ σκέπας
(
τὸ σκέπος Hdn.
II, 203).
ἡ στέγη,
tectum,
τὸ
στέγος,
poet.
Nbf.
ὁ
πρέσβυς,
der Alte,
mit dem Nbgr.
des Ehrwü
rdigen,
e.
poet.
Wort,
eigentl.
Adjektiv,
nur:
N. (
oft b.
Soph.);
A.
πρέσβυν (
als Adj.
Soph.
Ph. 665);
V.
πρέσβυ (
Aesch.
Suppl. 602
u.
oft bei Soph.);
Pl.
πρέσβεις,
Greise,
Aesch.
Pers. 840.
S.
OR. 1111,
aber πρεσβῆες
Hes.
Sc. 245 (
Gö
ttl.)
wie von πρεσβεύς,
so
Lycophr. 1056
πρεσβεῦσι.
Du.
πρεσβῆ Aristophan.
frg. 495
Dd.;
s.
Hdn.
I, 420.
II, 324,
oben
§ 126
Anm. 4;
vgl.
bö
ot.
πρισγεῖες § 128
b, 1, ä
ol.
πρέσβεια das. 2;
an diesen St.
des Aristoph.
und der Dial.-
Inschr.
ist
die Bedeutung Gesandter,
wofü
r im Singul.
att.
πρεσβευτής,
im Plural aber hä
ufiger πρέσβεις als πρεσβευταί,
welches
letztere auf att.
Inschr.
erst nach 250
v.
Chr.,
Meisterhans,
S. 112^{2};
doch schon
Andoc. 3.41 (
motiviert)
πρεσβευτὰς οὖν πάντας ὑμᾶς ἡμεῖς οἱ πρέσβεις ποιοῦμεν: ὁ
γὰρ τὴν χεῖρα μέλλων ὑμῶν αἴρειν, οὗτος ὁ πρεσβεύων ἐστίν.
Thuc. 8.77 u. 86
wird πρεσβευταί beanstandet;
Dem. 18.77 steht es in einer gefä
lschten
Urkunde;
ebenso πρεσβευτῶν 166;
aber Dinarch. 1, 20
dass.
nicht anzufechten;
16)
dagegen z.
B.
πρέσβεων
Thuc. 4.50.
Xen.
Cyr. 2. 1, 31.
τοὺς πρέσβεις Aesch. 2, 61.
τοῖς πρέσβεσιν 3, 63.
Im Sing.
πρέσβεως (
n.
d.
Schol.
Einige πρεσβέως)
des Gesandten Ar.
Ach. 93 (
Aesch.
Suppl. 727
πρέσβυς vulg.,
aber Dd.
πρέσβις [
cod.
M
πρεσβη],
17)
vgl.
Hdn.
II, 707,
der τὸν πρέσβιν und ὦ
πρέσβις als attisch bezeugt,
wä
hrend ὁ
πρέσβυς der Gesandte nicht vorkomme;
so leitete man auch πρέσβεως Ar.
l.
c.
von πρέσβις her,
s.
Schol.). —
In der Bedeutung “
der
Alte”
ist πρεσβύ̂της poet.
und prosaisch.
φρίξ,
horror,
Hom.,
Hippokr.,
und spä
t.
Dichter und Prosaiker;
ἡ
φρίκη allgemein gebrä
uchlich.
Bei Homer:
θηρευτὴς ἀνήρ, θηρητὴρ (
ἀνήρ)
u.
θηρήτωρ ἀνήρ.
Namen auf
κλέης, κλος, κλέας:
Πάτροκλος, ου od.
οιο Il.
θ, 476
u.
s.,
ῳ, ον, ε,
so
von Homer an allgemein gebr.;
aber nur Hom.
G.
Πατροκλῆος,
A.
ῆα,
V.
Πατρόκλεις (
-κλεες);
den
Nom.
dazu Πατροκλῆς hat erst Theokr. 15, 140
gebildet;
so Ἴφικλος Hom.
u.
s.
w.;
Ἰφικλέης Theokr. 24, 25,
Ἰφικλῆα od.
-κλῆ Hes.
Sc. 54,
Ἰφικλέα Pind.
P. 9, 91.
G.
Ἰφικλέος
Pind.
I. 1, 30,
vgl.
d.
Adj.
Ἰφικληείη b.
Hom.
u.
Ἰφικλεΐδης Hes.
Sc. 111.
Im thessalischen
Dialekte aber werden die Namen auf κλῆς in solche
auf κλέας nach der I.
Dekl.
umgebogen,
als Καλλικλέας, Ἱπποκλέας, Διοκλέᾳ Inschr.,
Ἱπποκλέας,
Thessalier Pind.
Pyth. 1.0;
auch bö
ot.
einzeln Gen.
Σαυκλίαο, Ξενοκλίαο.
Meister,
Dial.
I, 304. 268.
—
Dialektisch ist Ἑρμάων Ἑρμάν
fü
r Ἑρμῆς,
wovon auf Inschr.
Ἑρμάωνι -ᾶνι -ᾶνος,
G.
Meyer 319^{2},
vgl.
Ποτιδᾶς Ποσιδῆς nb.
Ποσειδάων, § 122
Anm. 6. —
Δωδώ (
Δωδών)
Δωδώνη Hdn.
I, 336 (
Steph.
Byz.); ü
ber Berü
hrungen
zw.
-η und ώ s.
Ahrens,
K.
Z.
III, 88
f. (
αὔδω Sapph. =
αὐδή, ἠχώ —
ἠχή,
u.
s.
w.).
c)
in der zweiten und dritten Deklination:
δάκρυον, τὸ,
Thrä
ne,
die gewö
hnliche Form in Prosa und Poesie v.
Hom.
an,
τὸ δάκρυ meist.
poet.,
Nom.
u.
Akk.
Il.
β, 266.
Od.
ε, 114
u.
s.,
Nom.
Soph.
Tr. 1199.
Akk.
Aeschyl.
oft,
Pl.
δάκρυσι
Hom.,
Hes.
Sc. 132, 270.
Aesch.
P. 539.
Ag. 1549,
S.
El. 166.
Eur.
Troad. 315 (
aber Iph.
A. 1175
δακρύοις),
auch zuweilen in Prosa,
wie Thuc. 7.75.
Demosth.
c.
Onet. 1, §
32;
Nom.
Akk.
Pl. (
nach ἄστη)
δάκρη Pindar fr. 122
Bgk.,
s.
Cramer,
Anecd.
Ox.
I, 121
(
Hdn.
II, 768
Anm.). —
Τὸ μέγαρον,
Gemach,
aber πρὸ μεγαρέων Sophr. 37,
Hdn.
II, 204,
wie von τὸ μέγαρος.
18) —
Πῦρ, τὸ,
Feuer,
πυρ-ός u.
s.
w.,
im
Pl.
aber v.
Homer an τὰ πυρά nach d.
II.
Dekl.
allgemein gebr. (
Wachtfeuer),
z.
B.
Xen.
An. 4. 1, 11. 4, 9. 7. 2, 18. (
Fü
r
ἐν πυροῖσι
Aesch.
Ch. 485 richtig Auratus ἐμπύροισι.) —
Τὸ δένδρον,
Baum,
ου u.
s.
w.,
τὸ
δένδρος, ἐπὶ δένδρος Herod. 6, 79,
τὰ
δένδρεα 1, 17. 193
u.
s.,
τῶν
δενδρέων 1, 202. 2, 32
u.
s.,
τοῖσι
δένδρεσι 2, 138 (
daneben gebraucht Her.
auch die ep.
Form τὸ δένδρεον z.
B. 4, 22.
τῷ
δενδρέῳ 23
zweimal,
und die gewö
hnliche τὸ δένδρον 1, 193. 3, 107);
19)
Hippokr.
VII, 516. 518. 526. 528
L.
hat τὸ δένδρον u.
-εον,
G.
τοῦ δενδρέου u.
-ρου,
D.
τῷ δενδρέῳ u.
-ει,
Pl.
δένδρεα,
δενδρέων, δένδρεσι;
die dor.
Inschr.
von Epidauros D.-
I. 3339
hat
δένδρεον A.
Sg.,
δένδρεος G.
Sg.,
δένδρη A.
Pl.,
Z. 91
f. 121.
Attisch nach Ael.
Dionys.
b.
Eustath. 396, 22 (
Ael.
D.
p. 141
Schwabe)
mehr
δένδρον als δένδρος,
mehr δένδρα als δένδρη,
auch die Kasus mehr δένδρου
-ῳ als δένδρους -ει;
Xen.
indessen
gebrauche mehr die Formen δένδρος, -ει, -εσι, -η,
-εα.
Wir finden δένδρεσι
Thuc. 2.75,
Plat.
Leg. 1, 625,
B.
Xen.
Oec. 4, 14.
An. 4, 8, 2 (
v.
l.
-οις,
wie 4, 7, 9;
τὰ δένδρη Eurip.
fr. 488. (
Hom.,
Hesiod.,
Pind.
gebrauchen nur die Form δένδρεον.) —
Τὸ κρίνον,
Lilie,
ου u.
s.
w.,
τὰ κρίνεα Her. 2, 92;
κρίνεσι
Ar.
Nub. 911.
d.
Trag.
Chaeremon im Thyest.
b.
Ath. 13, 608,
f.
Cratin.
b.
Ath. 15, 681,
b (98
K.). —
Τὸ
πρόσωπον,
Antlitz,
ου u.
s.
w.
v.
Homer
an allgemein,
u.
wie v.
d.
Nom.
τὸ πρόσωπας:
Pl.
προσώπατα Od.
ς,
192
und Spä
tere,
προσώπασι Il.
h, 212; ὁ πρόσωπος der
Kom.
Platon nach Aristophanes Byz.
b.
Eustath.
Od. 1761, 9 (250
K.).
S.
noch andere
Bsp.
dieses Wechsels zwischen ον, ου u.
ος, ους Hdn.
II, 204. —
Aeolisch war ὁ κίνδυν,
die Gefahr,
Sappho b.
Hdn.
I, 18,
II, 720,
G.
κίνδυνος,
D.
κίνδυνι (
Alc.),
A.
κίνδυνα;
gewö
hnl.
ὁ κίνδυνος, ου. —
Κοινωνός, οῦ,
Teilnehmer,
daneben κοινᾶνι Pind.
P. 3, 28
st.
κοινάονι v.
κοινάων,
vgl.
ξυνάονες das. 48,
ξυνᾶνα
N. 5, 27;
att.
κοινῶνες, -ας Xen.
Cyr. 7. 5, 35; 8,
1, 16,
vgl.
Pollux 8, 134
οἱ κοινῶνες Ξενοφῶντος
ἴδιον. —
Φύλαξ, ὁ ἡ,
Wä
chter,
Wä
chterin,
von Homer an allgemein gebrä
uchlich;
ὁ φυλακός οῦ u.
s.
w. (
falsche Betonung
φύλακος),
20)
schon bei Homer
Il.
ω, 566
φυλακούς;
Herodot gebraucht fast nur diese Formation,
als ὁ φυλακός οῦ, όν, ῶν, ούς,
aber τὸν φύλακα und τοὺς φύλακας 1, 41.
44; 7, 95; 8, 41
ohne Var.;
dann auch Apollon.
Rh. 1, 132
φυλακός;
mit ä
ol.
Betonung φύλακον Theokr. 29, 38. —
Ψάρ,
ὁ,
Staar,
G.
ψᾶρός u.
s.
w.;
spä
tere Nbf.
ὁ ψᾶρος, ου u.
s.
w.
Aristoteles.
S.
noch § 140
Anm.
Υἱός, ὁ,
Sohn.
Homer und Hesiod gebrauchen folgende
Formen,
welche nach den drei Stä
mmen:
υἱό
nach d.
II.,
υἱ (
Nom.
ὕις s.
Anm. 2)
und υἱύ (
wie ὀξύ-,
N.
υἱύς s.
u.)
nach der III.
Dekl.
gebildet sind:
| S. N. |
υἱός sehr
oft |
| G. |
υἱοῦ Od.
χ, 238 |
υἷος Il.
β, 230 u. sonst sehr oft |
υἱέος Od.
γ, 489 u. s. |
| D. |
|
υἷϊ Il.
β, 20 u. s. Hes. Sc. 150. 163 |
υἱέϊ Il.
γ, 174 u. s., Hes. Th. 476; [υἱεῖ zwflh. Il. ς,
144. φ, 34. Od. λ, 273. ξ, 43521)] |
| A. |
υἱόν sehr
oft |
υἷα Il.
μ, 129 u. s. |
υἱέα nur
Il. ν, 350 (vgl. εὐρέα
πύντον) |
| V. |
υἱέ Il.
η, 47 u. sonst oft, Hes. Th. 660 |
| P.N. |
|
υἷες Il.
α, 162 u. s. |
υἱές Il.
β, 518 u. s. Hes. Th. 368; υἱεῖς Od. o, 248. ω, 497 (hier υἱέες Nauck). Hes. fr. 70, 3 (130 K.) 136 (68 K.,
υἱέες Nauck, Mél. IV,
389) |
| G. |
υἱῶν Il.
f, 587. χ,
44. Od. ω, 223 |
| D. |
υἱοῖσι Od.
τ, 418 |
υἱάσι Il.
ε, 463 u. s.; über d. α s. § 118, 9 |
| A. |
[υἱούς Il.
ε, 159 falsche Lesart st. υἷας] |
υἷας Il.
β, 72 u. s. |
υἱέας Il.
β, 693 u. s. Hes. fr. 45, 1 (32 K.). 130
(102 K.) |
| V. |
|
|
υἱεῖς Il.
ε, 464 (υι<*>ες Nauck). |
| Du. |
|
υἷε Il.
β, 679 u. s. Hes. fr. 36 (23 K.). |
Anmerk. 2.
Die erste Silbe in υἱός,
υἱόν, υἱέ findet sich bei Hom.
zuweilen n der Senkung kurz gebraucht
(
mit Verflü
chtigung des ι):
Il.
d, 473. e,
612; οὐδὲ Δρύ|
αντος
υἱ|
ός Il.
z, 130. Ἕκτορ
υἱ|
έ h,
47. ρ, 575. 590.
Od.
λ, 270;
aber
nicht in den von υἱ und υἱυ kommenden Formen.
Bei spä
teren Epikern und anderen sp.
Dichtern kommen noch folgende Formen vor:
b.
Apoll.
Rh.
υἱῆες 2, 1093
u.
s.,
υἱῆας 2, 1119
u.
s.;
υἱῆϊ Anth. 8. 88, 3.
υἱῆα Nikand.
fr. 110 (
Schneider p. 31).
Nonn.
Paraphr. 13. 131.
υἱήεσσιν Anth. 9. 23, 3.
S.
Rzach,
Gr.
Stud.
z.
Ap.
Rh. 94.
Her.
gebraucht υἱός, υἱόν, υἱοῖσι,
aber τοὺς υἱέας 4, 84.
Pind.
gebraucht meistens
die Flexion nach der II.
Dekl.,
nur selten die beiden anderen:
υἱέες υἱέων (¯˘˘¯¯)
I. 7, 25.
υἱέων (˘˘¯)
N. 6, 23.
Die Dualform υἱώ findet sich bei Theokr.
22, 1. 137.
Der Nomin.
sg.
ὕις (
υἷς)
wird aus Simonides angefü
hrt,
frg. 249
Bgk.^{4},
wä
hrend Herodian (
zu Il.
ε, 266)
die Existenz des Nom.
zu υἷος leugnet.
Die
dorischen Inschriften,
insbes.
die Gortynischen Tafeln,
bieten folgende Flexion:
N.
υἱύς lakon.
Rö
hl 54,
υἰύς (
einmal υἰυίς
geschr.)
Gort.,
G.
υἰέος Gort.,
A.
das.
υἰύν, υἱύν Rö
hl 105 (
Arkad.),
N.
Pl.
υἰέες G.,
D.
das.
υἰάσι
(§ 118, 9),
A.
υἰύνς das.
Aber auch die
Flexion υἱός υἱοῦ ist den Doriern nicht
unbekannt,
so υἱός Rö
hl I.
Gr.
a. 69.
υἱοί 68.
Baunack,
Curt.
Stud.
X, 88
ff.
Inschr.
von Gortyn 71
f.
Die Deklination der Attiker ist folgende:
| S. N. υἱύς
ὑύς alt, klass. υ(ἱ)ός |
P. υ(ἱ)εῖς,
υ(ἱ)οί |
Du. υ(ἱ)εῖ,
υ(ἱ)έοιν |
| G. υ(ἱ)έος,
υ(ἱ)οῦ |
υ(ἱ)έων, υ(ἱ)ῶν |
| D. υ(ἱ)εῖ,
υ(ἱ)ῷ |
υ(ἱ)έσι, υ(ἱ)οῖς (υἱάσι
S.
Ant. 571, m. d. Var. υἱέσι, die Ddf. aufnimmt). |
| A. υ(ἱ)όν |
υ(ἱ)εῖς, υ(ἱ)ούς. |
| V. υ(ἱ)έ |
Die Tragiker haben ausser υἱάσι b.
Soph.
nur Formen von υἱός;
Aristoph.
aber υἱεῖς Vesp. 569.
υἱέων Nub. 1341.
υἱέσιν
1424,
und diese Formen der III.
Deklin.
im G.
D.
Sg.
sowie im Du.
Plur.
sind auch
nach dem Zeugnis der att.
Inschriften fü
r die ü
blichen im Alt-
und
Mittelattischen anzusehen (
Thom.
Mag.
p. 367
R.;
Meisterhans 113^{2};
Rutherford,
Phryn. 142),
wä
hrend im Nom.
Sg.
υἱύς
sich nur auf den ä
ltesten poet.
und pros.
Inschr.
findet,
υἱύν aber noch gar nicht nachgewiesen ist.
Bei ὑύς war das Zusammenfliessen zu ὗς (
d.
i.
Schwein)
mit dem Verluste des ι (
s.
Anm. 3)
unvermeidlich (
ΗΥΣ
wirkl.
geschrieben und im Verse einsilbig gemessen C.
I.
A.
IV, 373, 94);
im Nom.
u.
Akk.
also musste zu den anderen Formen gegriffen werden.
Der N.
Du.
υἱεῖ (
ΗΥΙΕ geschr.)
findet sich C.
I.
A.
IV, 418,
g;
darnach ist υἱέε
Plat.
Ap. 20,
a zu emendieren.
Υἱέοιν Plat.
Lach.
186,
a.
Υἱεῖς A.
Pl.
z.
Bsp.
Th. 6.30.
Xen.
Cyr. 1, 4, 1.
Pl.
Kriton 45,
c.
Υἱοῦ
Thuc. 5.16, 2 (
einzige Form derart b.
Th.)
ist von Stahl in υἱέος geä
ndert;
Lys. 14.16 steht υἱέος, 17 υἱοῦ.
Dagegen von 350
ab wird das Wort auf
Inschr.
durchgä
ngig nach der II.
Dekl.
abgewandelt,
und entsprechend bilden
Schriftsteller wie Demosthenes und Menander. — Ü
ber die
Missbildungen υἱέως, υἱέα (
beide von Phrynich.
verpö
nt,
als pseudattisch),
υἱέας s.
Lobeck,
Phryn. 68.
Schneider ad Plat.
Civ.
T.
I,
p. 185
sq.
Poppo ad Thuc.
T.
I p.
221.
Meisterhans a.
a.
O.
Anmerk. 3.
Die Attiker des 4.
Jahrh.
kennen nach den Inschr.
das ι in diesem Worte
nicht mehr (
in Prosa auch schon nicht die des 5.),
wie ü
berhaupt υι durchgä
ngig bei ihnen zu υ_ geworden ist (
vgl. § 43, 2).
Hiervon wussten auch die
Alten,
s.
Theognost.
Bk.
An.
III, 1426,
b (
Hdn.
L.
I, 112, 6.
II, 281, 29):
υἱὸς καὶ γυιός: ταῦτα δὲ Ἀττικοὶ ἄνευ τοῦ ι
γράφουσι.
Auch im Paris.
A des Plato ist die Schreibung ὑ<*>ός wohl ein Rest der Schreibung ohne
ι,
Schanz,
Praef.
Leg.
VIII f.
S.
noch Foucart,
Rev.
de phil.
N.
S.
I, 35 (
Buttmann,
Spr.
I^{2}, 47).
Ferner
einige Verbalien auf ος, ου u.
εύς, έως,
als:
ἡνίοχος u.
ἡνιοχεύς,
beide b.
Hom.,
ersteres seit Hom.
allgemein
gebr.,
letzteres nur poet.;
πομπός und πομπεύς,
Geleiter,
beide v.
Hom.
an gebr.,
ersteres aber
hä
ufiger,
in Prosa beide selten;
ὁ
τροφός,
Ernä
hrer,
Erzieher,
Eur.
H.
f. 45.
El. 409.
P.
Polit. 268a.
b. (
ungleich hä
ufiger aber ἡ τροφός,
Pflegerin,
Amme)
und ὁ
τροφεύς;
mehr Beispiele bei Spä
t.,
s.
Lobeck ad Phryn.
p. 315
sq.
Δμώς, ὁ,
Sklave,
von Hom.
an poetisch;
ὁ δμῶος Hes.
Op. 430 (
δμωός?
s.
Lentz,
Herodian I, 112
adn.).
d)
in der attischen zweiten und der dritten Deklination:
ἅλως, ἡ,
Tenne,
α)
gewö
hnlich nach der att.
II.
Dekl.:
G.
ἅλω,
Xen.
Oec. 18, 6. 7. 8,
auch Hippokr. 1, 598
L.;
β)
ἅλων-ος u.
s.
w.,
ἅλων -ωνος Hdn.
II, 728,
Form der κοινή,
so im N.
Mt. 3, 12
ἅλωνα u.
s.
w.
in den cas.
obl.;
ἅλωνι Aristot.
in e.
Excerpte,
p. 973
a 14;
der Nomin.
ἅλων nur Grammat.,
Dind.
Steph.
ἅλων; γ)
Gen.
ἅλωος dor.
Inschr.
Delphi Bull.
de corresp.
hell.
V, 157
ff.
b,
Z. 15;
A.
ἅλωα Arat. 940.
Callim.
fr. 51;
auch att.
ἅλω,
Aesch.
Sept. 489
(§ 114,
Anm. 1);
Pl.
N.
δύο ἅλως (
st.
ἅλωες)
neuattisch [
Demosth.] 42, § 6.
Homer u.
Hes.
gebrauchten ἀλωή.
ταῶς, ὁ Pfau,
att.
ταὧς Athen. 9, 397,
e.
22)
α)
G.
ταὧ Alexis (114
K.)
b.
Athen. 3, 107,
b.
A.
ταὧν Eupol.
b.
Athen. 8, 397,
c (36
K.).
Clearch.
b.
Athen. 13, 606,
c.
Antiphan. (205
K.)
b.
Athen. 9, 397,
a.
G.
Pl.
ταὧν Antiphon b.
Athen.
das.
c in d. Ü
berschr.
d.
Rede (
nicht
i.
d.
R.
selbst).
Strattis Ath. 14, 654,
f (
fr. 27,
I,
p. 718
K.).
A.
ταὧς Antiphanes (175
K.)
und Anaxandrid. (
fr. 28)
b.
Athen. 14, 655,
a u.
b,
Alexis (123)
das. 654,
f;
β)
D.
ταὧν-ι
Ar.
Av. 885,
ταὧσι (
oder
ταᾧσι z.
schr.?)
Ach. 63;
ταῶν -ῶνος die κοινή,
Hdn.
I, 38
u.
s.;
γ)
οἱ ταοί Menodotus b.
Athen. 14, 655,
a.
τῦφῶς (
Accent
§ 115, 4),
ὁ,
Wirbelwind,
u.
Τῦφώς,
Name eines Riesen,
Pind.
P. 1, 16. 8, 16.
Aesch.
Pr. 370,
α)
gewö
hnl.
nach der att.
II.
Dkl.,
doch mit Acc.
auf ω:
G.
τυφῶ
Aesch.
Ag. 656.
Suppl. 560,
Soph.
fr. 168
Dd.
Τυφῶ
Aesch.
S. 518.
Ar.
Nub. 336,
D.
τυφῷ
Ar.
Lys. 974.
A.
Τυφῶ
Ar.
Eq. 511.
Her. 3, 5;
β)
ὁ τῦφῶν (
zsgez.
aus Τυ^φάων,
Hom.
hymn.
Ap.
P. 128. 174.
Ap.
Rh. 2, 1313)
Aristot.
de
meteor. 3, 1 (
p. 371,
a, 2)
u.
sonst,
Τυφῶν Her.
2, 156,
Τυφῶν-ος Pind.
Ol. 4, 8.
Plat.
Phaedr.
230,
a.
Τυφῶν-ι Aelian.
n.
an. 10, 28,
Τυφῶν-α
Aesch.
Pr. 354.
S. 493. 511.
Pind.
fr. 93.
Her. 2, 144.
Aus den
Beispielen geht hervor,
dass der Eigenname hä
ufiger nach der III.
Dkl.
flektiert wird.
Homer hat Τυ^φωεύς,
Il.
β, 782;
ebenso Hes.
Th. 821. 869.
Ap.
Rh. 2, 38.
—
Vgl.
d.
Flexion Ποσειδῶ Genet.,
Ahrens,
Philol. 23, 194;
oben § 122,
Anm. 5.
Ü
b.
ἱέρεως
nb.
ἱερεύς s. § 128,
b, 5.
[*] 139.
II. Heteroclita.
Heteroclita nennt man solche Substantive,
welche bei einer
Nominativform in einzelnen oder allen Kasus zwei Formationen folgen,
welche jedoch
beide nach den allgemeinen Regeln aus der einen Nominativform hervorgehen
kö
nnen.
Sie gehö
ren entweder der dritten Deklination allein oder
verschiedenen Deklinationen an.
a)
der dritten Deklination:
Vorbemerk.
Hierher gehö
ren viele Wö
rter
auf ις,
die in ihrer Flexion zwischen ιδ-ος und ι-ος schwanken,
s. § 120,
A. 7.
ἱδρώς,
ὁ,
Schweiss,
flektiert Hom.
nach ἥρως,
doch in der Ü
berlief.
stets mit Kontraktion:
D.
ἱδρῷ Il.
ρ, 385. 745,
A.
ἱδρῶ Il.
δ, 27 (
ubi v.
Spitzn.),
κ, 572
u.
s.,
nach Nauck,
Mé
l.
IV, 494
ff.,
Ahrens,
Btr. 133
f. ü
berall in ἱδρόα zu korrigieren,
wie fü
r κ, 574
bereits Gerhard,
Lect.
Apoll.
vorgeschlagen;
der
Dativ widerstrebt ρ, 745
der Auflö
sung.
Ἱδρῶα mit Verkü
rzung (
vgl.
ἥρω^ος, οἷος als Pyrrhich.)
wü
rde richtiger
sein.
Ἱδρῶ hat auch Apoll.
Rh.
Arg. 2, 87. 4,
656;
ἱδρῶτα zuerst Hes.
Op. 289
und so mit
τ die Attiker u.
s.
w.
Aeolisch war ἀ ἴδρως (
nach αἴδως),
Hdn.
II, 763.
Μάρτυς, ὁ,
ἡ,
Zeuge, -
in,
m.
υ^ς
Aesch.
Ch. 987,
Soph.,
Pind.,
m.
ῦς att.
Epigr.
Philol.
Wochenschr. 1888,
S. 3 (
kret.
μαῖτυς,
tab.
Gort.,
einmal das.
auch noch Nom.
μαῖτυρς,
Comparetti Mus.
Ital.
II, 597),
μάρτυ^ρ-ος, μάρτυ^ρ-ι, μάρτυ^ρ-α u.
μάρτυν b.
Menand.
fr. 369
Meineke (
fr. 1034
K.),
Pl.
μάρτυ^ρες,
D.
μάρτυ^σι Eur.
H.
f. 176,
ἐπιμάρτύσι
Ar.
Lys. 1287,
Hippon.
fr. 51,
wo Welcker μάρτυσσιν,
Buttm.
Bgk.
μάρτυρσιν wg.
des Versmasses;
μάρτυσι auf att.
Inschr.
(
Meisterhans S. 112^{2}).
23)
Der Nom.
μάρτυρ ist ä
ol.
n.
d.
Gramm.
(
Hdn.
I, 46. 236
u.
s.
w.;
dor.
Kalymna Bull.
de corr.
hell.
X, 241;
nach Angermann,
Dissimil.
p. 37
f.
ist “ä
olisch”
Irrtum f.
“
eleisch”,
indem ä
ol.
vielm.
μάρτυρος,
s.
u. § 140),
wurde aber in spä
ten Zeiten
von den Kirchenschriftstellern in der Bdtg.
Mä
rtyrer wieder
gebrä
uchlich. —
Nbf.
μάρτυ^ρος:
Il.
b, 302 μάρτυροι
(
Zenod.
μάρτυρες),
vgl.
g, 280. χ, 255;
Sg.
μάρτυρος Od.
p,
423. ἐπιμάρτυρος od.
ἐπὶ
μάρτυρος Il.
h, 76.
Μάρτυροι auch phok.
Inschr.
D.-
I. 1529,
delph.
Inschr.
C.
I.
Gr. 1702.
1704. 1706.
Ὄρνῖς, ὁ,
ἡ,
Vogel,
ὄρνῖθ-ος u.
s.
w.,
A.
ὄρνῖθα Kratin. 107
K.,
u.
ὄρνῖν
Ar.
Av. 73,
Pl.
ὄρνῖθες,
D.
ὄρνῖσι,
A.
ὄρνιθας Menand. (
IV, 118
Mein., 167
K.)
und ὄρνῖς (
das., 168
K.);
ὄρνῖς
(
falsche Schreibung -εις)
auch Eupolis 99
K.,
S.
OR. 966.
Eur.
Hipp. 1059.
Ar.
Av. 411.
717.
1250.
1610.
Daneben im Nom.
Sg.
ὄρνι^ς A.
ὄρνι^ν:
Il.
ω, 219?
S.
Ant. 1021.
El. 148,
s. § 133,
VII;
Athen. 9,
p.
373;
doch fü
hrt dies noch zu keiner verschiedenen Flexion,
s.
das.
ü
ber μέρμις, δέλλις,
u.
d.
Gen.
Pl.
ὀρνέων
Ar.
Av. 291. 305
ist von τὸ
ὄρνεον herzuleiten und nicht ὄρνεων
(
wie πόλεων)
zu betonen.
Aber ὄρνῖς Nom.
pl.
Alkman 28
Bgk.
steht doch fü
r ὄρνιες und wird von Herodian II, 761
richtig mit μάντῖς fü
r μάντιες verglichen.
Sonst dorisch N.
sg.
ὄρνῖς Alkm. 26.
Pind.
P. 4, 19.
Akk.
ὄρνιν ib. 216,
aber A.
ὄννιθα Gortyn,
G.
ὄρνῖχος, ὄρνῖχα, ὄρνῖχες, ὀρνί̂χων,
ὄρνιξι u.
ὀρνί̂χεσσι b.
Alkm.,
Pind.,
Theokr.;
24)
d.
Nom.
ὄρνιξ b.
Athen. 9. 374,
d.
Hdn.
I, 44, 7
ist
vielleicht nur fü
r diese Flexion fingiert. —
Bei Herodot:
ὄρνιθος, ὄρνιθα 4, 131
u.
ο<*>´ρνιν 2, 73, ὄρνιθες, ὀρνίθων, τοῖσι ὄρνισι
3. 76. 2, 67. τὰς ὄρνιθας 2, 75
u.
s.
25)
Σής, ὁ,
Motte,
σε-ός,
Pl.
σέ-ες, σέ-ων
Ar.
Lys. 730,
σῆσιν (
Photius),
Akk.
σέας Luc.
adv.
ind. 1,
Thom.
Mag. 328
R.;
spä
tere Nbf.
σητ-ός,
Pl.
σῆτ-ες Menand.
p. 198
Mein. (
fr. 540
K.),
σῆτας Theophr.
h.
pl. 1. 10, 4 (
σεῖς Urbinas das. 9, 11, 11).
26)
Φθόϊς ion.
und φθοῖς att.,
ὁ,
eine Art
Kuchenwerk,
G.
φθόϊ-ος Anth. 6, 299,
u.
φθοΐδ-ος,
A.
φθοΐδα
Anth. 6, 258;
Pl.
Dat.
φθοῖσι Eupolis 373
K.
b.
Ath.
XI, 502,
b (
wo hinzugefü
gt wird:
ἔδει δὲ
ὀξύνεσθαι, ὡς Καρσί),
Akk.
τοὺς φθοῖς
Ar.
Pl. 677 u.
φθόεις Ath. 489,
d,
Hippokr.
VIII, 226. 228 (
φθοιας Inschr.
Kos
Journ.
of Hell.
Stud. 1888
p. 333
Z. 31
und 38).
Φόρκυς (
mit υ_,
Il.
β, 862),
D.
Φόρκυ^ϊ Hes.
Th. 270,
besser Φόρκυι wie 333,
vgl. § 125
Anm. 4,
A.
Φόρκυν Il.
ρ, 218, 318.
Hes.
Th. 237,
Φόρκῦν-α Il.
ρ, 312;
G.
Φόρκῦνος Od.
ν, 96.
Hes.
Th. 336. Ü
ber d.
Nomin.
Φόρκυν s. § 133,
X.
Χρώς,
27)
ὁ,
Haut,
a)
G.
χρωτ-ός Il.
κ, 575,
auch
b.
att.
Dicht.
und regelmä
ssig in att.
Prosa,
D.
χρωτ-ί Pind.
P. 1, 55
u.
b.
att.
Dicht.
u.
Pros.
z.
B.
Xen.
Conv. 4,
54,
A.
χρῶτ-α Od.
ς, 172
u. 179.
Hes.
Op. 555.
Pind.
J. 3, 41,
Tragik.
u.
regelm.
in Prosa,
z.
B.
Xen.
l.
d.,
Pl.
χρῶτ-ες Aristot.
u.
Spä
t.; —
b)
nach αἰδώς,
so von
Homer an gewö
hnlich in der Dichtersprache:
G.
χρο-ύς,
D.
χρο-ΐ (
auch Herod. 4, 175
κείροντες ἐν χροΐ),
A.
χρό-α (
Sapph. 2, 10
χρῶ,
wenn dies
nicht Dat.
χρῷ).
Ausserdem findet sich der Dat.
χρῷ (
II.
att.
Dekl.)
mit ἐν bei den Attikern (
Ael.
Dionys.
p. 151
Schwabe,
der χρῷ von χροῦς ableitet),
wie Xen.
Hell. 1. 7, 8
ἐν χρῷ κεκαρμένους,
cute
tenus tonsos.
S.
Aj. 786
ξυρεῖ γὰρ ἐν χρῷ τοῦτο μὴ χαίρειν τινά,
es
schneidet bis auf die Haut.
Thuc. 2.84
ἐν χρῷ ἀεὶ παραπλέοντες “
ad marginem
et oram navium,
quas stringerent et carperent”
Bauer;
bei Hdn.
II, 415
wird dazu der G.
τοῦ χρῶ und der Akk.
τὸν χρώ angefü
hrt (
nach ἕως).
Dem D.
χρῷ entspricht der D.
ἐν φῷ Eurip.
fr. 5
im Et.
M. 803, 46
st.
φωτ-ί,
28)
vgl.
Φῷ
(
Schiffsname)
att.
Inschr.,
Meisterhans 114^{2}.
Herodian kennt auch (
als ionisch)
den N.
χροῦς,
I, 401.
II, 921,
wovon er den Gen.
χρούς herleitet (
nach βοῦς),
auch der Akk.
χροῦν st.
χρόα finde sich,
wiewohl seltener als χρόα,
II, 706 (667).
Anmerk. 1.
Hierher gehö
ren auch mehrere Eigennamen auf ων,
welche in ihrer Flexion zwischen ων-ος,
ον-ος und οντ-ος schwanken,
als:
Αἴσων, Αἴσωνος und Αἴσονος,
Σαρπηδών, όνος und Σαρπήδων, οντος
bei Hom.
Vgl.
oben § 132.
So auch das Appellat.
πρηών,
vorspringender Berg:
μεγάλου
πρηῶνος (
masc.)
Hes.
Sc. 437,
aber Κίλισσαι
πρηόνες Nicand.
Al. 228 (
fem.).
πρηόσιν
Ὀσσείοισι Callim.
Dian. 53 (
fem.
nach Lob.);
dazu τοῦδε κατὰ πρεόνος Krinagoras Epigr. 7,
Kompos.
προπρεῶνα Pind.
N. 7, 86 (
geneigt,
Adj.).
Homer hat
πρών,
Pl.
πρώονες,
Pind.
Trag.
Aristoph.
πρῶνες, πρῶνα,
πρῶνας.
29)
b)
der ersten und dritten Deklination:
Mehrere Substantive auf ης
werden entweder ganz oder zum Teil nach der ersten und dritten Dekl.
flektiert:
α)
einige auf ης,
G.
ητ-ος u.
ου:
ὁ μυ?́κης,
Pilz,
μύκητ-ος u.
s.
w.,
Pl.
μύκητες
Ar.
Vesp. 262 (
Schnuppen am Lampendocht),
seltener nach der I.:
μύκην,
Pl.
μύκαι,
D.
μύκαις,
s.
Athen.
II,
cap. 56
f.,
Hdn.
I, 60.
II, 94. 679 (
μύκεω Archiloch. 47
Bgk.);
30)
ferner einige Eigennamen als Μύνης
(
Μύνητα Il.
b, 692. Μύνητος t,
296; Μύνου Soph.
b.
Hdn.
I, 60.
II, 94. 679 (
fr. 57),
Μέγης (
Μέγην Il.
o, 302, Μέγητα
τ, 239),
Ηύδης (
Fluss)
u.
a.,
Hdn.
a.
a.
O.
u. 639;
31) —
Φλεγύαι,
Volksn.,
A.
Φλεγύας Il.
ν,
302 (
mö
glich auch Φλέγυας v.
Φλέγυς, υ-ος,
wie G.
Pl.
Φλεγύων h.
Apoll.
P. 100);
G.
S.
des eponymen Heroen Φλεγύαντ-ος Eurip.,
s.
Hdn.
I, 53.236.
II, 650. 939;
dor.
Καρτιδάμας G.
-α
und -αντος,
Ahrens II, 239; —
γ)
Θαλῆς (
entst.
aus
Θαλέας, -έης,
vgl.
Ἑρμῆς aus -έας),
G.
Θαλέω (
Θαλοῦ b.
Spä
t.),
D.
Θαλῇ,
A.
Θαλῆν,
so b.
Herod.
u.
den besten Attik.;
spä
tere Nbf. (
Callim.
fr. 96)
Θάλητος, ι,
α,
Hdn.
II, 683; —
δ)
nur im
Akk.
S.
haben sowohl η als ην die zusammengesetzten Eigennamen auf ης,
z.
B.
die auf -κράτης, -μένης, -γένης,
-σθένης, -φάνης u.
a.,
welche in den ü
brigen Kasus im allg.
nur nach der III.
Dkl.
flektiert werden;
die att.
Inschr.
des 4.
Jahrhdts.
u.
s.
w.
bieten fast ausschliesslich den Akk.
auf ην
(
Meisterhans 107^{2};
aus dem 5.
Jahrhundert Καλλικράτη Bull.
de corr.
hell.
XIV, 177);
bei den Autoren schwankt die
Lesart an vielen Stellen,
32)
und wo dies nicht der Fall,
ist wenig von
durchgreifender Regelung zu erkennen.
Plato hat η:
Σωκράτη Conv. 173,
b. 174,
a.
d.
e u.
s.
w.,
Ἀριστοφάνη 176,
b. 185
c.
e u.
s.
w.,
Thucyd.
Ἀλκαμένη 8, 5, Δημοσθένη 3, 107, Ξενάρη 5,
46;
aber sonst Ἀλκαμένην, Δημοσθένην,
und so
auch sonst ü
berwiegend ην nach der
Ü
berlieferung,
33)
wä
hrend Stahl durchweg η herstellt.
Bei
Aristoph.
n.
d.
codd.
Σωκράτην Nub. 142. 1465.
1477,
aber Κλεισθένη durch den Vers gesichert 355,
wä
hrend dort Σωκράτη ebenso
zulä
ssig;
Tragg.
Πολυνείκη
A.
Sept. 658. 1067.
Soph.
OC. 375;
Πολυνείκην Antig. 198 (
-η Dindorf);
es ist mö
glich,
dass die Endung -ην
ü
berhaupt erst dem 4.
Jhdt.
angehö
rt.
34)
Redner:
Lys. 25, 25
Ἐπιγένην, Δημοφάνην, Κλεισθένην,
Isae. 5.1. 4. 12
und oft Δικαιογένη, 3
u.
s.
Λεωχάρη,
u.
so Φιλοχάρη 3, 22, Ἐργαμένη 6,
10, Δημοχάρην 10, 9
korrigiert aus Δημόχαριν; ü
ber Demosth.,
bei dem grosses Schwanken,
s.
Voemel,
Cont. 61
ff.,
der auch die Grammatikererzeugnisse zusammenstellt.
Bei Hyper.
steht im Pap.
Arden.
Φιλοκράτη, Διοπίθη d.
i.
-είθη,
Eux.
col. 39, 7. 4,
Δημοσθένη I, 2, 4. 23, 12,
nie anders. —
Bei
denen aber auf -κλῆς findet sich die Form auf
-κλῆν nur bei Spä
teren,
als:
Ἡρακλῆν, Διοκλῆν Plutarch.,
35)
Ἡρακλέην
Theokr. 13, 73;
ebenso auf att.
Inschr.
erst nach 300,
Meisterhans 105^{2}.
Der Gen.
auf ου kommt von 350
ab,
und ü
berwiegend
von 300
ab auf Inschr.
vor,
das. 106;
auch Formen auf κλέου erscheinen seit 350,
die spä
ter wieder verschwinden.
Der
Dat.
war um 300
durch den Ü
bergang von ηι
in ει zwischen I.
und III.
Dekl.
ausgeglichen;
im
Vok.
hat Demosth.
nicht nur Θεοκρίνη,
s.
Anm. 2,
sondern auch Ξενοπείθη or. 38, 16. 24;
dagegen
Δημόσθενες 19, 171,
wie auch Hypereid.
or.
I
Deinarch.
or.
I durchgä
ngig steht.
Im Scherze hat Aristoph.
Nub. 1206
von
Στρεψιάδης,
G.
ου,
den Vok.
ὦ Στρεψίαδες gebildet.
—
Bei Hom.
hat Ἀντιφάτης,
G.
αο Od.
κ, 106,
im Akk.
Ἀντιφάτην Od.
ο, 242
und Ἀντιφατῆα κ, 114
wie von
Ἀντιφατεύς; Γηρυόνης,
G.
ου u.
s.
w.,
Γηρυών,
όνος,
aber Γηρυονῆϊ Hes.
Th. 309,
Γηρυονῆα 287, Γηρυονέα
982.
Anmerk. 2.
Mehrere zusammengesetzte Eigennamen auf
ης,
besonders fremde,
schwanken zwischen der I.
und III.
Dekl.,
als:
Τισσαφέρνης,
G.
-φέρνους Xen.,
D.
Τισσαφέρνῃ und ει Xen.,
A.
ην Thuc.,
Xen.,
V.
η Xen.
An. 2. 5, 3,
Ἀστυάγης,
G.
γους,
D.
γει und γῃ,
A.
γη und γην, Κυαξάρης,
G.
ου oder εω,
D.
ῃ und ει,
A.
η und ην u.
s.
w.
36)
Von attischen Namen ist
Ὑπερείδης (
aus ὑπέρ und εἶδος,
auch dor.
Ὑπερείδης)
durchgä
ngig in die I.
Dekl.
ü
bergegangen,
wegen der Ä
hnlichkeit mit den Patronymika,
wie schon
Herodian erkannte (
II, 638);
desgl.
so ziemlich Θεοκρίνης (
Blass,
Demosth.
III,
LIII;
Hdn.
II, 638. 685),
wegen
Λεπτίνης u.
s.
w.;
nach der I.
geht auch
Δημάδης,
nach Hdn.
aus Δημεάδης (
also α_),
nach Meisterhans
S. 106^{2}
aus Δημἅδης (
ἁνδάνω, τὸ ἅδος),
da sich inschriftlich Δημάδους findet;
doch vgl.
Καλλιάδους,
Ἀντιφάτους, Αἰσχίνους,
Meisterh. 93^{2}.
Anmerk. 3.
Auch gehö
rt hierher das Wort Ἄρης (
α^),
Mars,
das aber auch in
seiner ü
brigen Flexion manche Eigentü
mlichkeiten hat und daher
eine ausfü
hrlichere Betrachtung verdient.
Bö
ot.
scheint der Nom.
auch Ἄρευς gelautet zu haben,
37)
daher Akk.
Ἄρευα Cor. 11;
aber auch
G.
Ἄρεος und Ἄριος Gramm.;
lesb.
Ἄρευς, Ἄρευος,
Ἄρευϊ, Ἄρευα, Ἄρευ;
D.
Ἄρῃ
Alc. 15. 32 (
mit der Var.
Ἄρει)
ist Homerisch.
—
Pindar gebraucht folgende Formen:
Ἄρεος P. 2, 2. 10, 14,
Ἄρει O. 9,
82
u.
s.;
Akk.
Ἄρεα auf kret.
Inschriften
(
Ahrens,
dial.
II,
p. 240); —
Homer und Hesiod:
G.
Ἄρηος Hom.
und Hes.,
Ἄρεος Hom.,
Hes.
Sc. 191;
die Form Ἄρεω schreibt Aristarch in der Verbindung Ἄρεω ἀλκτῆρα (
ἀλκτῆρες)
Il.
c, 485. ς, 100.
213,
Zenodotus und Ptolomaeus ἀρῆς ἀλκτ.,
vgl.
ἀρὴν (
Ἄρην
Aristarch?
vgl.
W.
C.
Kayser,
Philol.
X, 375)
ἑτάροισιν
ἀμῦναι Il.
m,
334. p, 512. ω, 489.
Od.
r, 538. χ, 208
und ganz besonders Hes.
Sc. 29
ἀρῆς ἀλκτῆρα (
ubi
v.
Goettling);
noch weniger Geltung hat die Variante Ἄρεως;
38)
die Form Ἄρεω hat nach Eustath.
ad Il.
ε, 31
Archilochus (
fr. 48
Bgk.)
gebraucht,
vgl.
Ἄρῃ, Ἄρην.
Kü
hners
ausfü
hrl.
Griech.
Grammatik.
I.
T.
D.
Ἄρεϊ Il.
b, 479; Ἄρηϊ Il.
β, 385, 515, 627
u.
s.;
Ἀρῃ Il.
e,
757, φ, 112. 431, ü
berall mit der Var.
Ἄρει,
die Spitzn.
und Bekk.
aufgenommen haben (
s.
Spitzn.
ad ε, 757),
dagegen Ἄρῃ La Roche,
Nauck.
A.
Ἄρηα Il.
g, 132. ε, 30. 35. 289
u.
s.;
Ἄρην Il.
ε, 909 (
Ἀρη mö
chte La Roche).
Hes.
Sc. 59. 333. 425. 457.
V.
Ἀρες (
Ἆρες)
Ἀρες βροτολοιγέ Il.
ε, 31;
die Lä
nge des α findet sich auch sonst nach Bedü
rfnis,
s.
§ 75, 7.
Herodot gebraucht G.
Ἀρεος 2, 65. 83. 7, 76 (
Ἄρηος 4,
62
schw.
Var.),
D.
Ἀρεϊ 2, 64 (
Ἀρηϊ 4, 59. 62
ohne Var.),
A.
Ἀρεα 2, 64. 4, 59. 5, 7.
39)
Die Attiker
gebrauchen folgende Formen:
G.
Ἄρεως in Prosa,
so
bei Plato an sehr vielen Stellen,
40)
vgl.
Herodian II, 639
f. 682,
der diese
Form von Ἄρευς ableitet;
Dichter Ἀρεως und Ἄρεος (
wie
πόλεος,
Din dorf,
Lex.
Soph.
p. 60,
doch
Aristoph.
Ἄρεως Ran. 1021.
Av. 835;
D.
Ἄρει,
A.
Ἄρη und
Ἀρην,
doch letzteres weder bei den Tragikern
(
Dind.,
Lex.
Aesch. 42),
noch bei Aristoph. (
Plut. 328
v.
l.),
noch bei Plato
(
Heindorf,
Schanz Leg.
p.
X)
anzuerkennen,
Ἀρεα
nur Soph.
OR. 190
im Chore,
V.
Ἀρες.
Das α wird bisweilen in der Hebung lang gebraucht,
als:
Aesch.
S. 244. 344
u.
s.
Soph.
Ai. 614.
Ant. 139.
Anmerk. 4.
In der neuion.
Mundart folgen dagegen die Subst.
der I.
Dekl.
auf ης,
besonders die Eigennamen,
im Akk.
S.
z.
T.
der III.
und gehen auf ε α st.
ην aus;
41)
a)
von Appellativen δεσπότης,
ἀκινάκης,
also:
δεσπότεα Her. 1, 11. 91
u.
s.,
aber δεσπότην 1, 212. 3, 134. 4, 136,
(
κυβερνήτεα 8, 118
v.
l.),
ἀκινάκεα 3, 118. 4, 70. 9, 107,
aber ἀκινάκην 7, 54. (
Gen.
ἀκινάκεος 4, 62
ohne Var.,
wofü
r Bredow ἀκινάκεω lesen
will.)
Die Form des Akk.
Pl.
auf εας,
als:
δεσποτέας oder δεσπότεας,
ist nirgends kritisch begrü
ndet;
b)
Eigennamen,
als:
Λεωνίδης Λεωνίδεα 8, 15. 71,
aber hä
ufiger Λεωνίδην, Εὐαλκίδης -δεα 5, 102, Λεωτυχίδης -δεα 6,
65,
u.
s.,
Μιλτιάδησ- δεα 6, 35
u.
s.,
Ἀρισταγόρησ- -γόρεα 5, 32,
aber Ἀρισταγόρην 5, 35. 37, Λυσαγόρης -γόρεα 6, 133. Μιτροβάτης
-βάτεα 3, 128
u.
s.
Ἀλυάττης -άττεα
1, 73
u.
s.,
Κανδαύλης -δαύλεα 1, 10
u.
s.
Bei
den fremden Eigennamen zeigt sich das Schwanken auch im Genetiv und Dativ (
Vokat.),
oben Anm. 2,
Stein,
Hdt.
LVII.
c)
der zweiten und dritten Deklination:
α)
der gewö
hnlichen
zweiten und der dritten Deklination:
mehrere Subst.
auf ος
werden als Maskulina nach der II.,
als Neutra aber nach der III.
Dekl.
flektiert,
als:
ὁ ὄχος,
Wagen,
τὰ
ὄχεα nur im Pl.,
auch von Einem Wagen,
b.
Hom.
u.
Pind.
O. 4, 12.
P.
9, 11;
ὁ σκότος,
Finsternis,
v.
Hom. (
s.
Od.
τ, 389)
an in Prosa u.
Poesie,
τὸ σκότος gleichfalls in Prosa u.
Poesie,
auch dor.
b.
Epich. 19, 9.
Sophr. 80;
Pind.,
Soph.,
Eurip.
haben beide Formen,
Aesch.
nur die
erstere;
b.
Thuc.
u.
Xen.
ist d.
Neutr.
hä
ufiger;
b.
Plato wechseln beide
Formen gleichmä
ssig;
42)
ὁ σκύφος,
Becher,
τὸ
σκύφος Epich.
ap.
Ath. 11. 498,
e,
sowie auch bei mehreren Attik.,
s.
Ath.
l.
d.;
bei Hom.
Od.
ξ, 112
schrieb Aristoph.
Byz.
σκύφος
Akk.,
Aristarch σκύφον (
das.
f);
ὁ u.
τὸ αἶθος,
Brand,
beides poet.;
τὸ θάμβος,
Staunen,
aber
ὁ θ.
Simonid.
nach den Schol.
ad Il.
d, 79; ὁ τάρῖχος,
Pö
kelfleisch,
so allgemein gebrä
uchlich,
nur die Attiker
gebrauchten auch τὸ τάρῖχος nb.
ὁ τ.,
s.
Athen.
III,
p. 119,
Hdn.
I, 226.
Eust.
p.
73;
43)
ὁ u.
τὸ βράγχος,
Heiserkeit;
ὁ ἔλεος,
Mitleid,
aber nachklass.,
als Nov.
Test.
u.
LXX,
τὸ ἔλεος (
zu berichtigen
G.
ἐλέους Isokr. 18, § 39);
das Adj.
ἐλ(
ε)
εινός beweist die Ursprü
nglichkeit dieser Flexion
(
vgl.
κλεινός, δεινός v.
κλέος, δέος),
ebenso νηλεής,
de
Saussure,
Mé
l.
Graux 746;
ὁ ἄφενος,
Reichtum,
Callim.
Iov. 96
u.
schon Hes.
Op. 24
εἰς
ἄφενον (
m.
d.
Var.
ἄφενος),
aber als
Neutr. 639
u.
Th. 112,
Hom.
Il.
α, 171 (
Eust.
p.
73).
Verschiedene Wö
rter sind ὁ ἔλεγχος,
ου,
Beweis,
Prü
fung,
und τὸ ἔλεγχος,
ε-ος (
ους),
nur bei Hom.
und Hes.,
Schimpf,
Schande. —
Auch gehö
rt hierher ὁ und τὸ ὄσσος (
Auge,
Hdn.
I, 208,
als ä
olisch bezeichnet;
ὁ ὄσσος Trag.
nach Eust. 855);
belegt ist der ep.
und poet.
Dual τὼ
ὄσσε,
Neutr.,
die Augen (
entst.
aus ὄκj-ε § 21, 3),
nur im Nom.
und Akk.
Dual.;
G.
u.
D.
nach der II.
Dekl.
mit Pluralendungen erst seit Hesiod in
der Dichtersprache gebrä
uchlich:
ὄσσων,
Hes.
Th. 826.
Aesch.
Pr. 400.
Eur.
mehrmals,
Theokr. 24, 73,
ὄσσοισι, ὄσσοις Hes.
Sc. 145. 426. 430,
die Trag.,
Sapph.
fr. 29.
Die Alten (
s.
Eustath. 58, 24
ff.
Hdn.
II, 245)
lassen ὄσσε aus ὄσσε-ε (
von
τὸ ὄσσος)
durch Apokope oder Synkope entstehen;
Eust.
l.
d.
fü
hrt den Dat.
ὄσσει (
wie
βέλει)
als belegt an.
β)
der kontrahierten zweiten und
der dritten Dekl.:
Οἰδίπους,
G.
Οἰδίποδος u.
Οἰδίπου
oft b.
d.
Trag.;
dazu Il.
ψ, 679.
Od.
λ, 271.
Hes.
Op. 163
Οἰδιπόδαο u.
kontr.
Οἰδιπόδᾶ Pind.
P. 4, 263,
u.
im Chore Aesch.
S. 725, 886, 1055.
S.
OR. 495 u.
Ant. 380.
Eur.
Ph. 813.
Οἰδιπόδεω neuion.
Her. 4, 149,
wie von d.
Nom.
Οἰδιπόδης;
D.
Οἰδίπῳ u.
Οἰδίποδι,
dies auch kykl.
Thebais Athen. 11, 465,
f,
wo
indes richtig G.
Hermann Οἰδιπόδῃ,
da die letzte
Silbe lang ist;
Οἰδίποδι auch Aristot.
Rhet. 3,
c. 16
p. 1417,
b, 18.
Poet.
c. 11
p. 1452,
a, 25. 33.
c. 15
p. 1454,
b, 8.
c. 16
p.
1455,
b, 18;
A.
Οἰδίπουν
Aesch.
Sept. 775.
S.
OR. 514 u.
s.
Her. 5, 60; (
Οἰδιπόδαν
Aesch.
S. 752 im Ch.,
Soph.
OC. 222
an e.
lyr.
Stelle,
Eur.
Ph. 804
im Ch.);
V.
Οἰδίπους oft b.
Soph.,
Οἰδίπου (
Οἰδίπους
korrigiert Elmsley)
nur OR. 405.
OC. 557. 1346.
Eur.
Ph. 1425;
die Form des Vok.
Οἰδίπους gehö
rt zu d.
Flexion οδος,
die des V.
auf ου zu
d.
Flexion auf ου,
s.
Choerob.
Hdn.
II, 672;
[
Οἰδιπόδᾶ im Ch.
S.
OR. 1195.
Eur.
Suppl. 835;]
44)
Pl.
G.
Ar. Eccl. 1042
Οἰδιπόδων,
A.
Οἰδίποδας Pl.
Leg. 8. 838,
c.
Der Nom.
Οἰδίπος kommt erst in d.
Anthol. 7. 429, 8
vor.
Aber Μελάμπους hat Od.
ο, 225
Μελάμποδος,
Herod. 2, 49. 9, 34
Μελάμποδα;
Nom.
Dor.
verkü
rzt Μέλαμπος Pind.
P. 4, 126.
Anmerk.
5.
In nachklassischer Zeit findet sich auch von πλοῦς,
ῥοῦς, νοῦς die Flexion nach der III.
Dekl.,
als:
τοῦ πλοός, τῷ πλοΐ, οἱ πλόες; τοῦ ῥοός, τῷ
ῥοι<*>;
im N.
T.
und bei Kirchenv.
τοῦ νοός, τῷ νοΐ, τὸν νόα, νόες, νόας;
45)
doch von den Kompos.
εὔνους kommt der Pl.
οἱ εὔνους schon um 300
v.
Chr.
auf att.
Inschr.
(
Meisterhans 117
46 vor;
so auch [
Lys.] 8, 19,
Philem.
fr. 122
Mein. (222
K.),
vgl.
Hdn.
II, 704. Ä
hnlich auch Eur.
Iph.
T. 399
δονακόχλοα Εὐρώταν im Ch.
v.
δονακόχλοος, ον;
dor.
Inschr.
D.-
I. 1658
δυωδεκάπλουν und δυωδεκάπλοας.
γ)
in der attischen zweiten und
der dritten Dekl.:
γέλως, ὁ,
Lachen,
vgl.
γελά-ω (
also eig.
γέλα-ος?),
γέλωτος, γέλωτι, γέλωτα,
γέλως,
so in der gewö
hnlichen Sprache;
bei Hom.:
N.
γέλως Od.
θ, 326. 343
f.,
Il.
α, 599 (
hier γέλος nach Bentl.
Bk^{2}.),
D.
γέλῳ
Od.
ς, 100,
A.
γέλων (
schw.
Var.
-ω)
Od.
s, 350, γέλω Apoll.
Arg.
4, 1723,
s.
Rzach z.
Ap.
Rh. 92,
Od.
υ, 8
schwankt
die Lesart zwischen γέλω τε, γέλων τε, γέλωτα,
346
zwischen γέλον, γέλω, γέλων, γέλωτ̓ [
Bekk.
ü
berall γέλον,
vgl.
ἔρος,
Hinrichs,
Hom.
eloc.
vest.
Aeol.
p. 98
sqq.,
Cauer,
Od.
I,
XXXIV;
γέλος wird als ä
olisch
bezeichnet].
47)
Bei den att.
Dichtern steht γέλων und γέλωτα,
ersteres z.
B.
Aesch.
Ch. 738.
S.
Ant. 647.
Ai. 303.
Eur.
Med. 383.
Ar.
Ran. 45;
48) (
τὸν κατάγελων
Ar.
Ach. 76.
κατάγελων
Eq. 319. Akk.
Pl.
φιλόγελως Theophr.
ap.
Athen. 6. 261,
d,
aber φιλογέλωτας Plat.
Civ. 3. 388
e;)
bei Herodot geht γέλως nur nach der III.
Dkl.
49) (
Den Gen.
τοῦ
γέλω erwä
hnt als attisch Hdn.
II, 496. 714,
gibt aber einen
Beleg nur fü
r den Akkusativ.
Die Flexion γέλως -τος
-τι γέλων ist wie ἔρις -δος -δι
ἔριν.)
ἔρως,
ο(,
Liebe,
vgl.
ἔρα-μαι, ἐρά-ω (
also
eig.
ἔρα-ος?),
ἔρωτ-ος u.
s.
w.,
Akk.
ἔρων b.
spä
t.
Dicht. (
s.
Jacobs ad Anth.
Pal.
T.
III.
p. 459
sq.);
Hom.
ἔρος, ἔρῳ, ἔρον,
vgl.
γέλως, (
ἔρως nur Il.
γ, 442
u.
ξ, 294 [
hier
ἔρος cod.
E],
Bekk.
mit Eustath.
richtig
ἔρος;
die Flexion nach der III.
Dkl.
erst h.
Merc. 449),
Hesiod.
Ε῎ρος u.
ἔρος Th. 120. 201. 910,
so auch Ibyc.
fr. 1, 5; 2, 1.
Sapph.
fr. 40.
42.
Theokr. 29, 22.
Soph.
El. 198
im Ch. (
sonst ἔρως,
ωτος,
wie auch immer bei Aesch.
u.
Pind.),
hä
ufiger b.
Eurip.,
auch ausserhalb des Chores.
50)
Ü
ber ἥρως, πάτρως, μήτρως, Μίνως s. § 129.
[*] 140.
III. Metaplasta.
Den Metaplasmus beschrä
nkt Kü
hner
auf die Fä
lle,
wo aus den obliquen Kasus eines Substantivs III.
Deklination
durch Umformung ein Substantiv I.
oder II.
Dekl.
hervorgegangen sei,
als ὁ φύλακος aus τοῦ
φύλακος von ὁ φύλαξ, ὁ μάρτυρος aus
τοῦ μάρτυρος (
Apollonios b.
Hdn.
I, 196).
Es
sind allerdings diese Wö
rter alsbald auch Abundantia (§ 138),
so
wie beide Flexionen durchgefü
hrt auftreten;
sind dagegen von der Bildung
nach der einen Dekl.
nur einzelne Kasus und nam.
kein Nominativ vorhanden,
so ist
man berechtigt,
aus diesen Wö
rtern eine besondere Kategorie zu machen.
In
dem weiteren Sinne,
in welchem auch die Alten das Wort Metaplasmus anwenden,
umfasst
es alle von § 138
ab behandelten Erscheinungen.
Zum Metaplasmus in dem bezeichneten engeren Sinne gehö
ren
manche Erscheinungen,
die wir bereits bei der Darstellung der regelmä
ssigen
Deklinationen behandelt haben:
so der dorische Dat.
Pluralis auf -οις von den Wö
rtern der III.
Deklination (
s.
§ 118, 9).
Hier beschrä
nken wir uns auf die vereinzelten
Fä
lle.
Die in Majuskeln gedruckten Nominative sind nicht wirkliche,
sondern
nur fü
r die Erklä
rung supponierte Formen,
s.
schon Herodian II,
936:
ἡ γὰρ ἀναλογία ὡς ἀπὸ τοιούτων εὐθειῶν τὰς
κλίσεις λαμβάνει, οὐκ οὐσῶν μέντοι ἐν χρήσει Ἑλλήνων.
ἌΙΣ,
Hades,
Gen.
Ἀϊδος Hom.,
Hes.,
Aesch.
Pr. 433.
Soph.
O.
C. 1221,
Dat.
Ἀϊδι Hom.,
und Ἀΐδας dor.,
Ἀΐδης v.
Hom.
an poet.,
G.
Ἀΐδαο Hom.,
Hes.
Op. 153,
Ἀΐδεω Od.
κ, 512,
Hes.
th. 311.
768,
dor.
Ἀΐδα
Pind.
Ol. 1.1, 96,
Dat.
Ἀΐδᾳ
Aesch.
Sept. 322 ch.,
Ἀΐδῃ,
A.
Ἀΐδαν Pind.
P. 5, 96.
I. 5, 13,
Ἀΐδην Hom.
Hes.;
gewö
hnl.
Ἅιδης, ου, ῃ, ην.
Die Tragiker gebrauchen an den lyr.
Stellen gew.
Ἅιδας,
zuw.
auch dreisilbig Ἀΐδας,
A.
Suppl. 791.
Sept. 322 (
oben);
aber
fü
r Ἀΐδου Pr. 152 (
Anap.)
ist mit Recht
Ἅιδου korrigiert. —
Verlä
ngerte Form Ἀϊδωνεύς,
Hom.
u.
s.
w.,
auch Aesch.
Pers. 650.
S.
OC. 1560 (
wo Αἰδωνεῦ
dreisilbig Hermann);
dafü
r Ἀϊδονεύς
-ῆος Euphorion fr. 50
n.
Meineke (
a.
LA.
Αἰδωνῆος);
Ἀΐδωνι Hesych.
(
Ahrens,
D.
I,
p. 284).
ἈΛΞ,
ἡ,
Stä
rke,
D.
ἀλκ-ί Il.
ε, 299
u.
s.; ä
ol.
nach Aristarch Hdn.
II, 51:
ἔθος τοῖς Αἰολεῦσίν ἐστι λέγειν τὴν ἰωκὴν
ἰῶκα καὶ τὴν κρόκην κρόκα καὶ τὴν ἀλκὴν ἄλκα;
gewö
hnl.
ἡ ἀλκή,
das auch Homer schon
gebraucht,
auch im Dat.
ἀλκῇ Od.
ω, 509.
Ἀνδραπόδεσσι Hom.
Il.
η, 475,
Aristarch ἀνδραπόδοισι,
doch wurde der Vers von
ihm wie schon von Zenodot und Aristophanes athetiert;
das Wort sonst erst bei den
Jü
ngeren,
in der Form ἀνδράποδον, ου.
Wenn Brugmann (
Gramm. 140^{2})
mit Recht τὰ
ἀνδράποδα als im Gegensatz zu τετράποδα
gebildet auffasst,
so stellt die Hom.
Form das Ursprü
ngliche dar.
Διθύραμβα Pindar (
fr. 86
Bgk.)
fü
r διθύραμβον von ὁ διθύραμβος,
Choerob.
Hdn.
II, 626
f.
ἸΚΤΙΣ, ὁ,
der Weihe,
Akk.
ἴκτιν-α
Ar. fr. 525 D.
u.
Plat.
com. (
fr. 243
K.)
im Et.
M. 470, 35,
Pl.
ἴκτινες Paus.
u.
Aelian.,
ἴκτισι (
Ctes.
b.
Phot.
bibl.
p. 46,
b, 18);
gewö
hnlich ὁ ἴκτινος (
ἰκτῖνος),
ου u.
s.
w.
Ü
ber die Betonung s.
Lobeck,
Paral.
p. 170
sq.
u.
Ellendt,
Lex.
Soph.
ἸΩΞ, ἡ,
Schlachtgetü
mmel,
A.
ἰῶκ-α Il.
λ, 601;
gewö
hnl.
ἡ
ἰωκή,
wovon Il.
e,
740 ἰωκή u. 521
Akk.
Pl.
ἰωκάς vorkommt.
S.
oben zu ἀλκί.
Κλαγγί Ibyk.
fr. 55,
wie
von ΚΛΑΓΞ;
gewö
hnl.
ἡ κλαγγή,
Getö
n.
ΚΛΑΣ, ὁ,
Zweig,
D.
κλαδ-ί Skol.
b.
Athen. 15, 695,
b (
Bergk Lyr.
III^{4}, 646
f.),
und
darnach Ar.
Lys. 632;
auch Aelian.
h.
a. 4, 38. 11, 14,
A.
κλάδ-α e.
Dicht.
b.
Hdn.
I, 523.
II, 7 (
Adesp. 122
Bgk.);
D.
Pl.
wie von τὸ κλάδος κλάδ-εσι
Ar.
Av. 239 (
vgl.
σπλήνεσι v.
l.
-οισι Hippokr.
III, 432. 450. 452. 496
von
σπλήν),
κλαδέεσσι Nicand.
bei Athen. 15, 683,
c.
A.
κλάδ-ας ib. 684,
b.;
gewö
hnlich ὁ
κλάδος, ου u.
s.
w.
ΚΡΟΞ, ἡ,
Einschlagefaden,
A.
κρόκ-α Hes.
op. 538,
κρόκ-ες Antipater
in Anth.
P. 6. 335, 5;
gewö
hnl.
ἡ κρόκη.
Jenes ä
olisch nach Aristarch,
s.
oben zu ἀλκί.
Λᾶας,
ὁ,
Stein,
b.
Homer:
N.
λᾶας Il.
δ, 521.
Od.
λ, 598,
A.
λᾶαν Il.
β, 319
u.
s.,
dann von λᾶς:
G.
λᾶος
μ, 462
u.
s.,
D.
λᾶϊ π, 739,
G.
Pl.
λά̂ων μ, 29,
D.
λά̂εσσι
γ, 80
u.
s.,
Du.
λᾶε ψ, 329;
bei
spä
teren Dichtern A.
λᾶα u.
D.
Pl.
λά̂εσι;
daneben G.
λάου
S.
OC. 196 und dor.
λάω auf
den Gortyn.
Tafeln (10, 36. 11, 12).
Der angebl.
Ortsn.
Λᾶς (
St.
in Lakonien)
bildet τῆς Λᾶς, τῇ
Λᾷ (
Thuc. 8.91, 2. 92,
3),
Akk.
Λα?́ᾶν bei Hom.
Il. 2, 585;
τὴν Λᾶν Strabo p. 364;
daher ist als Nomin.
vielmehr
Λᾶ zu setzen,
Hdn.
II, 404
f. (
ἡ Λᾶς Pausan. 3, 24,
unter Vermischung mit dem Namen des
eponymen Heroen).
ΜΕΛΕΔΩΝ,
ἡ,
Sorge,
A.
Pl.
μελεδῶν-ας h.
Apoll.
532.
Hes.
op. 66 (
ubi v.
Goettl.),
e.
Dicht.
b.
Athen 2. 35,
c,
G.
μελεδών-ων h.
Mere. 447;
erst b.
Spä
ten (
Gregor.
Nazianz.)
auch μελεδῶνι, μελεδῶσι u.
s.
w.
51);
hä
ufiger ἡ μελεδώνη (
Hippokr.),
schon Od.
t, 517 μελεδῶναι (
Bekk.
μελεδῶνες),
wonach Nauck (
Mé
l.
V, 143)
auch bei
Hesiod u.
s.
w.
μελεδώνας verlangt.
Μεληδόνες Simonid.
fr. 39.
ΜΟΣΣΥΣ (
Herodian μόσυν,
Fremdwort),
ὁ,
ein
hö
lzerner Turm,
D.
ἐν τῷ μόσσυν-ι Xen.
An. 5. 4, 26,
gleich darauf aber σὺν τοῖς
μοσσύνοις,
wegen der Schwierigkeit der Dativbildung nach der III.
Dekl.;
μόσσῦνι Apoll.
Rh. 2, 1026.
μόσσῦνας 1017, μόσσῦνα
Lycophron 1432.
52)
ΟΙΞ,
Haus,
daher οἴκα-δε,
domum,
von
Homer an poet.
u.
pros.;
gewö
hnl.
ὁ οἶκος,
ου;
neben οἴκα-δε οἶκόνδε bei Hom.
u.
Hes.
Πρινὸς ἄνθει Simon.
fr. 54,
wie v.
ΠΡΙΣ;
gew.
ἡ πρῖνος,
Steineiche.
ΠΤΥΞ, ἡ,
Falte,
πτύχ-ες,
Hom.
und
andere Epik.,
A.
πτύχ-α,
Eur.
Suppl. 979,
πτύχ-ας ö
fters;
gewö
hnl.
ἡ πτυχή.
ΣΤΙΞ, η,
Reihe,
b.
Hom.
G.
στι^χός,
Pl.
στίχες (
auch Hes.
Sc. 170),
A.
στίχας;
bei spä
t.
Dicht.
auch A.
S.
στίχα; ὁ στίχος,
ου u.
s.
w.
Ὑσμῖνι Il.
b,
863. θ, 56,
im Kampfe,
wie von ΥΣΜΙΣ;
sonst η<*>
ὑσμίνη Hom.,
Kampf.
Vgl.
δαΐ
§ 141, 2.
ΦΥΞ,
ἡ,
Flucht,
daher φύγα-δε,
zur Flucht,
b.
Homer;
gewö
hnlich ἡ φυγ-ή,
fuga.
Anmerk.
Metaplasmen,
welche ein vollstä
ndiges
neues Wort hervorgebracht haben,
s.
oben unter § 138
S. 506,
als ὁ κοινωνός nb.
κοινών
(
Nom.
unbelegt),
ὁ μάρτυρος nb.
μάρτυς, φύλακος nb.
φύλαξ.
Die alten Grammatiker53)
bezeichnen φύλακος,
μάρτυρος als ä
olisch;
desgl.
ἄγωνος (
Alc. 120)
fü
r ἀγών.
Ü
ber ἀλάστορος nb.
ἀλάστωρ s.
Hdn.
I, 199 (
πρευμενὴς
ἀλάστορος Aeschyl. [
fr. 90],
nach Nauck aus πρευμενῶς ἀλάστορον entstellt,
was man Eumen. 296
las,
wo jetzt
ἀλάστορα;
ferner Ζεὺς
ἀλάστορος Pherekyd.);
in Bk.
An. 382, 30
wird der Akk.
μέγαν ἀλάστορον aus Aeschyl.
angefü
hrt;
Soph.
Antig. 974
ἀλαστόροισιν ὀμμάτων κύκλοις.
Ferner:
τρίβακος st.
τρίβαξ,
ἱέρακος st.
ἱέραξ Et.
M. 765, 48
und
54.
κήρυκος st.
κῆρυξ 775,
26. Ἄνακοι, οἱ Διόσκουροι παρὰ Ἀττικοῖς 96, 33
st.
ἄνακ-ες, ἄνακ-τ-ες, Ἀνακοί G.
Du.
Ἀνακοῖν Ael.
Dionys.
und Pausan.
b.
Eustath. 1425, 59.
Mehrformige Eigennamen von Orten sind Ἑρμιών
(
Form d.
Inschr.
Prellwitz z.
D.
I. 3046)
Ἑρμιόνη
(
Il.
β, 506);
Δωδών (
in cas.
obl.),
Δωδώνη (
S. 505;
Δωδώ Simmias bei Strab. 8, 364);
epichorischer
Name war Βωδών, Βωδώνα,
Meister,
Dial.
I, 301.
[*] 141.
Defectiva.
Einige Substantive wurden nur im Singulare oder nur im
Plurale gebraucht (
Singularia und Pluralia tantum).
Man nennt solche Wö
rter
Defectiva numero.
Der Grund hiervon beruht entweder auf der Bedeutung des Wortes,
als:
ὁ ἀήρ,
Luft,
ὁ
αἰθήρ, Ä
ther,
οἱ ἐτησίαι,
Passatwinde,
τὰ Ὀλύμπια,
die Olympischen Spiele,
τὰ Διονύσια,
oder bloss auf dem Gebrauche,
als:
τὰ παιδικά (
eig.
scil.
πράγματα,
Liebschaft),
Liebling,
Ἀθῆναι,
Δελφοί.
Andere Substantive kommen nur in einzelnen Kasus vor.
Man
nennt solche Wö
rter Defectiva casibus.
Aus
der Dichtersprache,
namentlich der epischen,
gehö
ren hierher:
δαΐ,
dem Kampfe (
ι kurz),
nur ἐν δαῒ Hom.
Hesiod (
th. 650).
Aesch.
Sept. 926 u.
Sp.,
wie Theokr. 22, 79,
u.
δαῒ κταμένων Il.
φ, 301;
die Alten leiten von δάϊς ab,
wozu aber die
Quantitä
t des ι nicht stimmt;
Akk.
δαΐν hat Callim.
fr. 243
gebildet;
KAP,
nur ἐν κα^ρὸς αἴσῃ Il.
ι,
378,
bestrittener Erklä
rung;
es scheint =
τὸ
κεκαρμένον,
abgeschnittenes Haar,
zu sein;
ΛΙΣ, ὁ Linnen,
D.
ἑανῷ λῖτ-ί
Il.
s, 352. ψ, 254,
A.
λῖτα Il.
q, 441. λῖτα καλόν Od.
a, 130, λίς Nomin.
adjektivisch findet sich in der samischen Inschr.
Bechtel nr. 220:
σινδὼν λίς;
b.
Hom.
adjekt.
λὶς
πέτρη Od.
m, 64.
79; ΝΙΨ, ἡ,
nix,
A.
νίφ-α Hes.
op.
535;
ἦρα, μητρὶ
γίλῃ ἐπὶ ἦρα (
Aristarch ἐπίηρα)
φέρων (
Gefallen erweisend)
Il.
α, 572, 578.
Od.
γ, 164
u.
s.;
auch:
θυμῷ ἦρα
φέροντες (
animo indulgentes)
Il.
ξ, 132,
wie von einem Nom.
ἤρ =
χάρις54);
die hä
ufig Verbindung mit ἐπί rief das Adj.
ἐπιήρανος hervor,
Od.
τ 343 (
ἐπιήρανα
θυμῷ),
und bei Spä
t.
entstand ἐπίηρος angenehm,
ἐπίηρα
S.
OR. 1094.
Ap.
Rh. 4, 375
u.
A.,
gemä
ss der
Aristarchischen Auffassung von ἐπὶ ἦρα; ὦπα,
b.
Hom.
Hes.
in εἰς ὦπα ins Gesicht,
von Gesicht;
Plat.
Cratyl. 409,
c hat nach den besten Hdschr.
das glossematische Wort
fü
r ein Neutr.
plur.
gehalten,
indem er τὰ
ὦπα sagt;
dagegen der Grammatiker Aristophanes von Byzanz fü
r
Masc.
sing. (
μεγάλους ὦπας),
s.
Athen. 7, 287,
a;
vgl.
dens. 9, 367,
a;
Et.
M. 158, 4;
55)
ἦδος, τὸ,
ep.
und poet.,
Freude,
Genuss,
z.
B.
δαιτός;
dann,
wie ὄφελος (
s.
Nr. 3),
ἐμοὶ τί τόδ̓
ἦδος; (
Od.
ω, 95)
was nü
tzt mir
das?
s.
d.
Lexika;
v.
ΛΙΨ, ἡ,
Feuchtigkeit,
Spende,
G.
λιβ-ός
Aesch.
Ch. 292,
A.
λίβ-α id.
Eum.
54
n.
Burgess,
fr. 52
u. 68
Dd.
u.
spä
t.
Dicht.;
ΑΝΤΠΙΗΞ, ἡ,
Kasten,
G.
ἀντίπηγ-ος
Eur.
Ion 19. 40. 1391.
A.
ἀντίπηγα 1338;
δέμας, τὸ,
Gestalt,
poet.,
als Akk.
b.
Homer u.
Hes.
Th. 260,
“
an Gestalt”,
als:
δέμας
ἄριστος,
oder,
wie das 1.
instar,
δέμας
πυρός,
ignis instar;
bei den nachhom.
Dichtern auch im Nom.
in der Bdtg.
Kö
rper,
Gestalt,
so sehr hä
ufig bei den Tragikern.
Aus der gewö
hnlichen Sprache:
Μάλης att.
Genet.,
nur in der Verbindung
ὑπὸ μάλης,
unter der Achsel,
unter dem Arme,
d.
h.
clam,
furtim,
bei ganz Spä
ten auch ὑπὸ
μάλην;
56)
die ü
brigen Kasus werden durch μασχάλη,
Achsel,
ausgedrü
ckt.
Μέλε,
nur als Vok.
μέλε, ὦ μέλε,
m.
u.
f.,
in
der bald traulichen bald scheltenden Anrede:
Lieber,
Liebe,
Guter,
Gute,
oder armer
Tropf.
S.
d.
Lexika.
Ὄναρ
(
τὸ,
Traumgesicht)
und ὕπαρ (
τὸ,
wirkliche Erscheinung),
nur als Nom.
und Akk.;
beide kommen auch als Adverbien vor:
ὄναρ (
nicht κατ᾽ ὄναρ,
wie Sp.)
im
Traume,
ὕπαρ,
im Wachen.
57)
Ὀφελος seit Homer poet.
u.
pros.
τὸ,
Vorteil,
nur als Nom.
in gewissen
Redensarten,
als:
τί δῆτ᾽ ἂν εἴης ὄφελος ἡμῖν
ἐνθάδ᾽ ὤν;
Ar. Pl. 1152,
was
kö
nntest du uns durch dein Hiersein nü
tzen?
Vgl.
ἦδος Nr. 2
u.
die Lexika.
Τάν oder τᾶν,
nur in der Verbindung ὦ τάν oder ὦ τᾶν,
auch ὦ ᾿τᾶν
oder ὦταν geschrieben,
in der Bdtg.:
mein Bester,
mit einer gewissen Ironie,
hä
ufig bei Aristoph.,
aber auch
bei Anderen,
z.
B.
P.
Apol. 25c.
Dem.
1.27. 25, 78.
Es steht auch bei der Anrede an Zwei,
als Ar. Plut. 66,
oder Mehrere,
Kratin.
fr. 360
K. (
s.
dazu Kock).
Die Erklä
rung ist von alters her schwierig und bestritten.
58)
[
Χρέος, τὸ,
59)
das Schuldige,
Schuld,
Bedü
rfnis,
in der
Ilias immer χρεῖος (
Theognis 1196),
in der Odyss.
auch χρέος,
Beides auch b.
Hesiod,
χρῆιος (
Baunack,
Inschr.
von Gortyn 51)
Kreta tab.
Gortyn.
neben χρῆος (
Baunack),
vgl.
χρηωφυλακίω kret.
Inschr.
Comparetti,
Mus.
Ital.
I, 141
Z. 40;
χρήια unten;
doch findet sich auch χρέος χρεῶν χρεοφυλ.
kret.;
att.
χρέως (
aus χρῆ(
ι)
ος)
Phryn.
p. 391
Lob. (
p. 482
Rutherf.),
der Aristoph.
Nub. 30
ἀτὰρ τί χρέος ἔβα
με richtig als Parodie (
n.
Eurip.)
erklä
rt,
Moeris p. 403,
so
Demosth. 33, 24. 38, 14
u.
s.
w. (
Rutherford a.
a.
O.),
die Tragiker indes χρέος,
was die Hdschr.
irrtü
mlich auch Isokr. 21,
14,
Plat.
Polit. 267,
a.
Leg. 12, 958,
b bieten.
Gen.
att.
χρέως regelrecht (
vgl.
τοὺς νεώς)
Dem. 49.18 (
auch im Titel dieser
Rede),
schlecht χρέους
Lys. 17.5 (
χρέως Sauppe);
vgl.
Hdn.
II, 776 (
χρέως
auch dorisch Kalymna Brit.
Mus.
II,
nr. 299,
B, 6,
neben Nom.
χρέος);
Pl.
χρέα^ Hes.
op. 647.
χρήϊα (=
χρήεα)
kret.
Inschr.
Cauer Del.^{2} 121, 41.
χρέᾶ att.,
z.
B.
Ar.
Nub. 443,
G.
χρειῶν Hes.
op. 404,
χρεῶν
Ar.
Nub. 13,
Pl.
Leg. 3. 684,
c u.
s.;
der Dat.
Sing.
u.
Plur.
fehlt in der klass.
Sprache;
der D.
S.
χρέει Et.
M.
814, 32
angegeben;
D.
Pl.
χρήεσσι erst b.
Spä
teren,
z.
B.
Apoll.
Rh. 3, 1198.
Bei Homer Od.
θ, 353
u. 355
finden sich fü
r χρέος die Varianten χρέως u.
χρείως,
woraus jedoch Buttmann,
Sprachl.
I^{2}, §
58
mit Unrecht schliesst,
dass χρέως u.
gedehnt
χρείως die eigentliche Homerische Form sei.
Das
Wort unter die Defektiva zu rechnen ist des Dativs wegen,
der mangelhaft belegt ist,
noch nicht wohl angä
ngig;
die Alten stellten χρέως so dar,
indem dies att.
Wort keinen Dual u.
Plural habe.]
[*] 142.
Indeclinabilia.
Einige Wö
rter haben zur Bezeichnung der Kasus nur
Eine Form und heissen deshalb Indeclinabilia.
Ausser den Personennamen und den
indeklinabeln Kardinalzahlen sind fast alle Indeclinabilia generis neutrius.
Solche
sind:
a)
das ep.
χρεώ,
Bedü
rfnis,
und das demselben in der gewö
hnlichen Sprache
entsprechende χρή,
eigentl.
Substantiva fem. (
vgl.
χρεία),
χρή
vielfach fä
lschlich fü
r ein Verbum gehalten und auch von der
Sprache (
ἐχρῆν)
so behandelt,
s. § 298,
5;
τὸ, τοῦ, τῷ χρεών,
das Gebü
hrende,
Schicksal,
Geschick (
entst.
aus χρὴ ὄν,
s.
das.),
als:
τοῦ
χρεὼν μέτα Eur.
Herc.
f. 21,
τὸ μὴ χρεὼν πάθε
Aesch.
Ch. 930;
bei Herodot χρεόν
vgl.
βασιλέος att.
-έως;
att.
Dichter auch τὸ χρῆν;
θέμις in Verbindung mit εἶναι,
s.
§ 130,
A. 2.
b)
einige Wö
rter,
welche als
in eigentü
mlicher Weise verkü
rzt erscheinen, ^{1})
so τὸ ἄλφι,
Gerstengraupen,
h.
Cer. 209,
st.
τὸ ἄλφι-τον; δῶ Il.
η,
363
u.
s.
st.
δῶμα,
im Pl.
ναίει χρύσεα δῶ Hes.
Th. 933;
τὸ
κρῖ,
Gerste,
Il.
ε, 196
u.
s.
st.
ἡ κριθή (
aber nach Hdn.
II, 768
st.
τὸ κρῖμνον);
βρί =
βρῖ-θύ, βριαρόν,
schwer,
Hes.
b.
Strab. 8, 364
(159
Kram.);
vgl.
Hesych.
u.
das.
Schmidt;
doch nach Apollon.
adv. 567
Adv. =
βριθέως, ῥᾴ =
ῥᾴδιον Soph.
u.
Ion b.
Strab.
l.
d.;
vgl.
Apollon.
de adv. 566
f.
u.
Et.
M. 700, 26,
Adverb nach Apollon.,
wie offenbar bei Alkman 42
Bgk.,
lesb.
βρᾴ Apoll.
das.
u.
Herodian II, 214. 575 (
nach
Bergk zu Alkm.
l.
d.
eig.
Neutr.
von ῥαΐς;
Ahrens,
Progr.
Ῥᾷ (1873)
S. 10
mö
chte
b.
Alkm.
ῥᾆ oder ῥἆ,
dor. =
Hom.
ῥῇα od.
ῥῆα); (
Adv.
λῖ =
λίαν Epicharm.
b.
Strab.
l.
d.);
γλάφυ πετρῆεν,
Hö
hle,
Hes.
Op. 533 =
γλαφυ-ρόν; ἔρι,
Wolle,
Philet.
b.
Strab.
l.
c.
st.
τὸ ἔριον; η<*>λ Euphorion das.
st.
ὁ η<*>῀λος; ἡ γλήν Hermesianax
(
Hdn.
I, 395)
st.
ἡ γλήνη,
Augapfel;
φᾶρ Hdn.
I, 294.
II, 215 =
φᾶρος,
Gewand.
Die Alexandriner hielten sich zu solchen
Verstü
mmelungen auf Grund der Homerischen Vorbilder berechtigt;
bei Homer
aber mü
ssen diese Formen entweder,
wenn wirklich Verstü
mmelungen,
aus dem gewö
hnlichen Leben kommen,
indem es ja lauter sehr hä
ufige
Wö
rter sind,
oder sie zeigen kü
rzere,
anderweitig verschollene
Stä
mme (
δῶ =
δομ,
κρῖ =
κριθ,
Fick,
Bzz.
Btr.
I, 317.
319;
G.
Meyer,
Curt.
Stud.
V, 79).
c)
die Namen der
Buchstaben,
als:
τὸ, τοῦ, τῷ ἄλφα.
Bekk.
An.
II, 781
wird erwä
hnt,
dass bei Demokrit dieselben flektiert wurden,
als:
δέλτα-τος, θήτα-τος;
bei ganz Spä
ten
wird τὸ σῖγμα bisweilen flektiert;
bei den
ä
lteren nie,
die Stellen,
wo dies geschieht,
hat Porson ad Eur.
Med. 476 sä
mtlich scharfsinnig emendiert;
d)
die meisten Kardinalzahlen,
als:
δέκα ἀνδρῶν (
vgl.
indes § 181
Anm. 1);
e)
die als Substantive gebrauchten Infinitive,
als:
τὸ, τοῦ, τῷ γράφειν;
f)
einige
auslä
ndische Wö
rter,
als:
Θεῦθ,
e.
Gott der Ä
gyptier,
P.
Phaedr. 274c,
τὸ, τοῦ, τῷ πάσχα,
ὁ, τοῦ, τῷ Ἰσαάκ, Ἰωσήφ u.
s.
w.;
das thrakische Wort ζελᾶς,
Wein,
wurde von Eupolis als Indeklinabile
behandelt,
Dat.
τῷ ζελα?́,
Hdn.
II, 421. 666 (
frg.
366
Kock,
der ζῆλα schreibt).